Eine meterhohe Stichflamme

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Viele interessierte Zuschauer
Viele interessierte Zuschauer beobachten einen nachgestellten Einsatz der Feuerwehr Höngen-Saeffelen bei der Einweihung des neuen Gerätehauses.

Selfkant-Heilder. Das Wetter hat zwar leider nicht mitgespielt, doch die Bürger von Höngen, Saeffelen, Koningsbosch und Umgebung ließen ihre Feuerwehrleute beim Tag der offenen Tür des neuen Feuerwehrhauses nicht im Regen stehen.

Bereits früh am Morgen wurde es eng beim großen Feuerwehrbrunch in der neuen Übungs- und Gerätehalle und dem angebauten Festzelt. Um die unter der Regie von Bernd Backhaus angerichteten Köstlichkeiten beim Frühstück und anschließendem Kuchenbuffet gab es ein großes Gedränge.

Neben den Einwohnern der umliegenden Orte besichtigten auch viele Feuerwehrleute aus den deutschen und niederländischen Nachbarkommunen bei einem Rundgang das neue Feuerwehrgerätehaus. Die sachlich-moderne Architektur und die enorme ehrenamtliche Leistung der Höngen-Saeffelener Feuerwehrleute beim Bau und Gestaltung ihrer neuen Heimat lobten die Besucher dabei ein ums andere Mal.

Das breite Leistungsspektrum der Feuerwehr Selfkant stand am Nachmittag im Fokus der Öffentlichkeit. Fachkundig moderiert von Zugführer Lutz Rösseler von der gastgebenden Einheit, arbeitete die Gruppe „Gefährliche Stoffe und Güter” der Einheit Hillensberg-Süsterseel einen Chemieeinsatz mit auslaufenden gefährlichen Stoffen ab.

Unter Chemievollschutzanzügen führten die Wehrleute den Zuschauern die Abdichtung eines beschädigten Säurebehälters vor. Die patientenschonende Rettung einer verletzten eingeklemmten Person im PKW nach Verkehrsunfall stand danach für die gastgebende Wehr auf dem Programm. Um den Verletzten herum wurden sämtliche behindernde Fahrzeugteile mittels hydraulischer Schere und Spreizer entfernt.

Unterschiedliche Arten von Schaumangriffen, die bei Fahrzeugbränden zum Einsatz kommen, demonstrierte die Löscheinheit Schalbruch-Havert und verwandelte den Vorplatz kurzzeitig in eine Winterlandschaft.

Georg Tholen vom Nato Fire Department der AWACS-Base Geilenkirchen faszinierte die Zuschauer mit der Vorstellung eines Großtanklöschfahrzeugs zur Bekämpfung von Flugzeugbränden. Die Jugendfeuerwehr Selfkant beeindruckte mit einer Übung, bei der mittels pressluftbetriebener Hebekissen ein Auto angehoben wurde, um eine darunterliegende Person zu befreien.

Auch das Technische Hilfswerk stellte der Öffentlichkeit mehrere seiner Fahrzeuge vor. Pascal Beckers aus der Einheit Höngen-Saeffelen führte dem Publikum eindrücklich vor, was passiert, wenn man versucht, überhitztes Fett auf dem Küchenherd mit Wasser zu löschen.

Die meterhohe Stichflamme ließ keine Zweifel über den anschließenden Zustand von Küche und Mensch aufkommen. Trotz regnerischen Wetters fanden die Übungen, zwischen denen die musizierenden Ortsvereine aufspielten, reges Zuschauerinteresse.

Vorbeugender Brandschutz und die Brandsicherheit im häuslichen Umfeld standen im Obergeschoss des neuen Feuerwehrhauses auf dem Programm. Das von Stephan Smeets zusammengestellte Informationsangebot erstreckte sich dabei über den Nutzen von Rauchmeldern, die Bedienung von Handfeuerlöschern bis hin zu einer deutlichen, auch im dichten Rauch sichtbare Kennzeichnung der Türen von Kinderzimmern.

Auch an die Kinder wurde gedacht: Sie wurden spielerisch an das Thema Rettung, Feuer und Feuerwehr herangeführt. Die Informationsstände waren durchgehend stark besucht. Auf besonders großes Interesse stieß eine Ausstellung von großformatigen Einsatzbildern aus dem Alltag der Feuerwehr Selfkant.

Die Löscheinheit nutzte auf diese Weise die Gelegenheit, der Öffentlichkeit einmal die Arbeit der Feuerwehr aus der Sicht ihrer Einsatzkräfte darzustellen. Einheitsführer Gregor Küsters und seine Mitstreiter zeigten sich hoch zufrieden und dankbar über das Interesse der Bevölkerung an ihrer Feuerwehr.
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