Eine Medaille für Ehrenamtler vom Rat abgelehnt

Von: st
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Geilenkirchen. Die von der Fraktion Geilenkirchen bewegen! und FDP beantragte Einführung einer Ehrenamtsmedaille für Bürger, die sich besonders verdient gemacht haben, hat die Mehrheit des Rates abgelehnt. Wilfried Kleinen, Fraktionschef Geilenkirchen bewegen! und FDP, erklärte in der jüngsten Ratssitzung, das Ehrenamt könne nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden. Deshalb solle die Ehrung überparteilich einmal im Jahr stattfinden. Die Verwaltung solle dazu ein Konzept erstellen.

CDU-Fraktionschef Max Weiler befürchtete eine „Inflationierung von Ehrungen und Auszeichnungen“: Eine Ehrenamtsmedaille gebe es vom Kooperationspartner SPD, einen Umweltpreis von den Grünen, den Dechant-Ludwig-Zermahr-Preis von der Franziskusheim gGmbH.

Die Stadt lade einmal im Jahr zur Sportlerehrung ein, Karnevalisten und Schützen würden ihre Ehrenamtler ehren, und auch der Fußballkreis und die Feuerwehr zeichneten ehrenamtliches Engagement aus. Der Antrag sei vom Grundsatz richtig, unterstützte Christian Kravanja, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, den vorliegenden Antrag. „Die Förderung des Ehrenamtes ist richtig und wichtig. Sie sollte überparteilich sein“, sagte er.

SPD-Fraktionschef Christoph Grundmann will grundsätzlich auch das Ehrenamt fördern, sprach sich allerdings gegen eine Ehrenamtsmedaille aus: „Wir sollten für den kleinen Mann im Ehrenamt etwas tun, ich denke da eher an die breite Masse der Ehrenamtler“, sagte er und nannte beispielhaft freien Eintritt ins Schwimmbad als Anerkennung.

Auch Rainer Jansen sprach sich gegen eine Medaille und für einen „Ehrenamtspreis mit Vergünstigungen aus“. Bei 15 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag von 21 Ratsmitgliedern abgelehnt.

Einstimmige Zustimmung fand ein Antrag der CDU: Nachdem im April 2013 das Hallenbad abgebrannt ist, können Grundschüler keinen regelmäßigen Schwimmunterricht mehr erhalten. Deshalb soll die Verwaltung durch gezielte Nachfrage bei den Eltern in Erfahrung bringen, welche Kinder noch nicht schwimmen können.

Nachdem der Bedarf feststeht, soll die Verwaltung mit den beiden ortsansässigen Schwimmvereinen DLRG und ATV eine Kooperation für einen Schwimmunterricht abstimmen. Erst wenn der Bedarf feststeht, wird darüber entschieden, ob die Kosten für den Schwimmkurs von der Stadt übernommen werden.

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