Eine „Fiesta voller Fröhlichkeit” in der Turnhalle

Von: Markus Bienwald
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Wieder einmal beeindruckend, was die Aktiven des Männergesangvereins Teveren bei ihrem Konzert vor ausverkauftem Haus in der Turnhalle der Katholischen Grundschule in ihrem Stadtteil zeigten. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen-Teveren. Singen die Herren vom Männergesangverein Teveren, „Plums Quartettverein 1917”, dann ist das Haus voll. Eine Regel, die sich am Samstagabend beim Konzert in der Turnhalle der Grundschule erneut bewahrheitete.

Der gute Ruf kommt nicht von ungefähr, denn die Sänger sind nicht nur eine eingeschworene Gemeinschaft, die auch Nachwuchs anzieht, sondern ein hervorragender künstlerisches Ensemble. Schon der Auftakt mit Schuberts „Lindenbaum” machte das deutlich. Aber auch Volksweisen („Kein schöner Land”) konnten die Herren mit ihrem wunderbar pointierten und ausgewogenen Gesang ganz neue Facetten entlocken.

Straffes Dirigat

An dieser Leistung hat auch Gerd Geradts einen großen Anteil. Denn als Leiter des Chores ist er engagiert und ungeheuer motiviert. Er bleibt nach außen hin zwar relativ gelassen, hat die Seinen aber stets im Griff. Einzig bei den überragenden Soloteilen mit Sängerin Chris Kempers legte Gerd Geradts das Heft kurz aus der Hand.

Aber Chris Kempers, studierte Sängerin wie Tänzerin und seit 1992 mit unterschiedlichen Musicals an wechselnden Orten erfolgreich, bestätigte ihre Ausnahmerolle. Das wohl bekannteste Stück aus Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „Cats”, „Memory”, brachte sie als Einstieg mehr als eindrucksvoll. Mit ihrem glockenklaren Gesang und der ausdrucksvollen Mimik widmete sie sich zum Beispiel auch „Ich gehör nur mir” („Elisabeth”) oder „Einmal” aus „Der Glöckner von Notre Dame”.

Da hielten sich die Gäste nicht mit dem Applaus zurück. Die Ovationen waren ebenso beeindruckend wie das zuvor Gehörte. Die Herren vom Männergesangverein wurden ebenso mit Applaus für ihre tollen Leistungen belohnt. Während Stefan Palm am Flügel schwungvoll ausholte, ließen sich die Sänger kurz vor der Pause eine Runde Festlichkeit schmecken.

„Fiesta voller Fröhlichkeit” von Otto Groll, das „Chianti Lied” von Gerhard Winkler im Satz von Friedrich Zimmer oder auch das „Trinklied” aus der Oper „La Traviata” in einer Bearbeitung von Hermann Ophoven ließen Lebensfreude pur aufs Publikum überspringen.

Leicht durchs Programm

Vorsitzender Paul Storsberg und der in die Rolle des charmanten Conférenciers geschlüpfte Peter Hellebrandt, der gewohnt souverän und leicht durchs Programm führte, führten nach der Pause zu weiteren Highlights. Chris Kempers setzte ihre Reise durch die Welt des Musicals fort. Während sie sich unter anderem „Hier zuhaus” aus „The Beauty and the Beast” oder „On My Own” aus „Les Misérables” widmete, ging es auch für die singenden Männer aus Teveren und Umgebung auf die Reise.

Taiga und Casatschok

Sie stimmten sich mit Ludwig Pütz „Grenadiere” und dem „Entertainer-Rag” ein. Dann sangen sie sich in Richtung Osten, fuhren „Mit der Troika in die große Stadt”, besuchten die Taiga mit dem Klassiker „Sehnsucht” und vergaßen dabei nicht den berühmten „Casatschok”. Mit „Herrlicher Baikal” und „Raspaschol” ging ihr umjubeltes Programm zu Ende.

Gäste wie Musiker durften sicher sein, wieder einmal an einem herrlichen Konzert vor großer Kulisse teilgenommen zu haben.
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