Übach-Palenberg - Eine „Blaue Stunde” für Kunst und mehr

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Eine „Blaue Stunde” für Kunst und mehr

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
Einen „blauen Pfau” gint es
Einen „blauen Pfau” gint es auch auf der Terrasse des Hauses, flankiert von den Blaue-Stunde-Aktiven (v.l.) Christa-Maria Böhm, Alice Steinberg, Ursula Arning, Eyler E. Acher, Peter Schlitt, Marie-Claire des Vidal des St. Germain, Wilma Milion und Natalia Acher.

Übach-Palenberg. Sie sind offen für jede Richtung von Kunst und auch Geselligkeit. Aber es muss zum Grundsatz passen: „Kreativität ohne Sendungsbewusstsein und frei von Kommerz.”

Die Damen und Herren, rund ein Dutzend, der Amateuer-Künstlergruppe fanden sich erst vor kurzem anlässlich eines Kunst- und Handwerkermarktes im „Blauen Pfau”, dem Haus von Professor Eyler E. Acher und dessen Ehefrau Natalia. Das Café möchten sie zu ihrer thematischen Heimstatt machen, mit regelmäßigen Treffs dort in der Otbertstraße 27. Die Namensgebung der lockeren Gruppe gleicht einem Vorsatz: Eine „Blaue Stunde”.

In der Maimitte kamen die Kunstinteressierten im Blauen Pfau und im charmanten Außenbereich des Hauses zusammen. Da noch ohne jede Absprache. Gefälliges aus Patchwork, ausdrucksvolle Malereien sowie individueller Schmuck lagen auf den Tischen. Und von der Terrasse spielte Jean Drooghaag Bluesiges auf dem Saxophon, der Solist aus Belgien, der schon im Orchester von Max Greger mitarbeitete.

„Diese familiäre Atmosphäre hat es uns sofort angetan”, erinnert sich immer noch voller Freude Peter Schlitt, der mit seinen Ko-Ausstellern für den nächsten Tag ein eigenes musikalisches Programm anstieß. Er selbst beispielsweise brachte seine Gitarre mit, Christa-Maria Böhm die Mundharmonika, Ilona Maidonk strich die Geige, Gerda Poot steuerte die Mandoline bei, Markus Windelen blies die Panflöte, und Anton Reyen schlug die Tasten des Akkordeons an. Die Noten und später auch der Gesang fanden sich aus Folklore und Volksliedern.

Der Pfau in Bleiverglasung

„Hinter Handwerk und Kunst steckt auch mehr”, empfindet Christa-Maria Böhm seit diesem Wochenende und vermutet „die besondere Atmosphäre im Blauen Pfau” als Antrieb für die Zukunftspläne der Gruppe. Dem Hausherren passt das in seine Philosophie. „Wir haben hier kein Museum, sondern ein Haus der Geselligkeit”, betont Eyler E. Acher.

Das Haus der Achers ist 1952 erbaut worden und seitdem im Familienbesitz. Rund zwei Jahre zuvor war das Grundstück von der Familie von Brauchitsch verkauft worden. Kaufpreis für etwa 3000 Quadratmeter: drei Fahrräder! Vom Grund ist jetzt nur noch die Hälfte übrig. In den 60er Jahren nämlich wurde die Fläche für den Bau einer Straße benötigt. Die großflächige Bleiverglasung zum rückwärtigen Garten, die aus England stammt und einen kunstvollen blauen Pfau darstellt, brachte Natalia Acher auf den trefflichen Hausnamen, der im Jahr 2010 auch auf das Galerie-Café überging.

Viele Ideen auf dem Tisch

Seit dem Datum der Wochenend-Ausstellung hat sich der Teilnehmerkreis aus Heinsberg, Waldfeucht, Geilenkirchen, Herzogenrath und Übach-Palenberg bereits einige Male für eine „Blaue Stunde” in der Otbertstraße getroffen. „Wir möchten einfach unsere Freude am Alltäglichen kultivieren”, erläutert Peter Schlitt die Absicht des Verbundes, der aber „nie ein Verein werden wird”, wie die Runde versichert.

In diesen „Erlebnisplatz für jeden, ohne abgehobene Kunst”, so ein Motto der „Blauen Stunde”, lädt die Gruppe aus kaufmännischen Angestellten, Pädagogen und Hausfrauen gerne weitere Interessenten ein; Kontakt ist per Mail via blauestunde-blauerpfau@netaachen.de möglich.

Im Rhythmus von etwa sechs Wochen sollen die Treffs stattfinden und einen kulturell-geselligen Anlass haben. An Ideen mangelt es noch nicht. Dem „Einstieg in die Welt der Mineralien” am 22. Juli um 19 Uhr folgen „Igel und Igelgeschichten” im Blauen Pfau am 9. September. Erzählungen, Märchen wie auch rein Biologisches von Experten über diese Gattung vermittelt sind Inhalt des Abends. Die Ideen reichen schon bis Dezember.

Alles um die Zeit der Dämmerung herum. In einer, sagt Peter Schlitt, „Phase der Entspannung”, in einer harmonischen „Blauen Stunde”.

Zurzeit Werke von Hartmut Ritzerfeld

Im Blauen Pfau ist zurzeit eine Verkaufsausstellung des renommierten Malers Hartmut Ritzerfeld eingerichtet. Von dem gebürtigen Stolberger und Beuys-Schüler sind vorläufig bis zum 31. Juli rund 50 Werke zu sehen, und zwar dienstags bis sonntags ab 14 Uhr.

Anmeldung für Gruppen und Führungen mit Prof. Eyler W. Acher durch die Werkschau sind erbeten unter 02451/6281785.

„Ein kleiner Einstieg in die Welt der Mineralien” bietet die Künstlergruppe Blaue Stunde nur am Freitag, 22. Juli, ab 19 Uhr im Blauen Pfau, Otbertstraße 27 (nahe beim Bahnhof) in Übach-Palenberg.

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