Kreis Heinsberg - „Einbruchsradar“ für den Kreis Heinsberg ist ab sofort online

„Einbruchsradar“ für den Kreis Heinsberg ist ab sofort online

Von: tp
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Gerade mal sechs versuchte oder tatsächlich verübte Wohnungseinbrüche sind für den Zeitraum vom 4. bis 10. April verzeichnet. Symbolbild: imago/Jochen Tack

Kreis Heinsberg. So richtig spektakulär ist die erste Ausgabe des „Einbruchsradars“ für den Kreis Heinsberg nicht. Gerade mal sechs versuchte oder tatsächlich verübte Wohnungseinbrüche sind für den Zeitraum vom 4. bis 10. April verzeichnet. „Uns freut das natürlich“, sagt Polizeisprecherin Angela Jansen.

Sie weiß, dass auch wieder andere Wochen kommen werden, schließlich gab es im Kreis im Jahr 2015 insgesamt 746 Wohnungseinbrüche oder den Versuch dazu – also mehr als 14 pro Woche.

Seit Montag ist der „Einbruchsradar“ der Polizei nun also für den Kreis Heinsberg scharf geschaltet. Die Bürger können sich auf der Internetseite der Polizei Heinsberg jetzt immer darüber infor­mieren, wo im Kreisgebiet in der vorangegangenen Woche eingebrochen worden ist.

Zur Verfügung gestellt wird im Internet eine Übersichtskarte, in der die Wohnungseinbrüche inklusive Versuche der zurückliegenden Woche in den einzelnen Orten verzeichnet sind. Dabei wird aus Gründen des Datenschutzes die genaue Örtlichkeit nicht genannt. Diese Karte soll jeweils im Verlauf des Montagvormittags erstellt und aktualisiert werden.

Auch Angela Jansen macht sich keine Illusionen, dass die Einbruchskriminalität durch die Karte in Zukunft rapide abnehmen wird. Das ist auch gar nicht das Ziel. „Wir erhoffen uns eine gewisse Sensibilisierung der Menschen“, sagt sie. Und zwar in zweierlei Hinsicht. „Wer sieht, dass in seiner Nachbarschaft mehrfach eingebrochen wurde, greift eher zum Hörer und lässt sich kostenlos von uns beraten, wie er sein Haus besser gegen Einbruch schützen kann“, wirbt die Polizeisprecherin.

Denn die Polizei bietet den Bürgern weiter eine kostenlose Beratung vor Ort an. Das Kommissariat für Prävention ist wochentags von 8 bis 16 Uhr unter Telefon 02452/9200 für Rückfragen und Terminvereinbarungen zu erreichen. Auch im Internet können sich Interessierte im Zusammenhang mit der Präventionskampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer!“ informieren.

Prävention ist ein gutes Stichwort. Wer Woche für Woche auf der Karte sehen könne, wo im Kreis eingebrochen wird, gehe möglicherweise wachsamer durchs Leben, hofft die Polizei. Auswärtige Autos oder Leute, die sich auffällig verhalten, könnten Vorboten für anstehende Einbrüche sein. „Viele Augen sehen mehr, und wir können leider nicht überall sein“, beschreibt das Dilemma der Polizei. Auch hier will sie das „Einbruchsradar“ als Motivation verstanden wissen, sich bewusst mit dem Problem zu befassen.

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