Ein Rekordergebnis bei den Ausleihzahlen

Von: Georg Schmitz
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Auf erfolgreiche Arbeit und steigende Anzahl von Entleihungen im vergangenen Jahr kann die Stadtbücherei verweisen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Für die Stadt Geilenkirchen gilt es aufgrund der bedenklichen Haushaltslage, nun auch bei Kultur und Sport den Rotstift anzusetzen. Das wurde auch im Sport- und Kulturausschuss deutlich.

Eingangs aber konnte Stadtbüchereileiterin Antonia Zaharanski Erfreuliches mitteilen: „2010 hat bei den Ausleihzahlen alle Erwartungen übertroffen, wir haben das beste Jahr in unserer Geschichte hinter uns.”

Die genannten Zahlen sprachen für sich. „Erwartet haben wir 148.000 Entleihungen, gehofft haben wir auf 150000, erzielt haben wir satte 150.916 Entleihungen”, vermeldete die Leiterin nicht ohne Stolz. Das bedeute durchschnittlich 758 Entleihungen und mehr als 200 Besucher pro Öffnungstag und eine Ausleihsteigerung von 4,4 Prozent.

Die Renner seien nach wie vor Hörbücher, dicht gefolgt von Kinder- und Jugendliteratur. „Zurückzuführen ist dieses stolze Ergebnis darauf, dass wir unsere Arbeit und unsere Ziele in den letzten Jahren kontinuierlich und konsequent weiter verfolgen konnten”, nannte die Büchereileiterin einen Grund für den erfolgreichen Status. Das A und O sei aber ein aktuelles und attraktives Medienangebot, dass kundenfreundlich und zielorientiert aufgestellt und präsentiert sein müsse.

Ein Beispiel sei das 2010 eröffnete SchülerCenter. Nach der Eröffnung sei die seit 2005 rückläufige Sachbuchausleihe wieder deutlich um acht Prozent gestiegen. „Besonders stolz sind wir auf die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und anderen Institutionen”, so Antonia Zaharanski. Dies habe dazu geführt, dass die Medienboxen für den Unterricht häufiger angefordert wurden. Es würden aber noch Sponsoren für weitere Medienboxen gesucht.

Das Team der Stadtbücherei hat für Schulen und Kindergärten ein altersgerechtes aufbauendes Modulsystem von Führungen erarbeitet, das die Kinder Schritt für Schritt an die Bibliotheksbenutzung heranführe. Das alles trage sichtbare Früchte, denn die Leserzahlen bei Kindern unter elf Jahren sei sprunghaft gestiegen. 77 Prozent aller Grundschüler besäßen mittlerweile einen Medienausweis, und 52 Prozent der Grundschüler hätten ihn auch im vergangenen Jahr benutzt.

Antonia Zaharanski ging auf die Öffnungszeiten an Samstagen ein, die die Bücherei seit Januar anbiete. „Damit möchten wir vor allem auch Kunden erreichen, die bisher nicht die Gelegenheit hatten, die Bibliothek zu besuchen, zum Beispiel Berufstätige”, sagte sie. Neben der Etablierung der neuen Öffnungszeiten gelte es auch, an ungewöhnlichen Orten auf das Buch aufmerksam zu machen. Deshalb werde schon bald eine mit Büchern ausgestattete Lesebank an Burg Trips installiert.

Ein weiteres Ziel für das laufende Jahr sei die Umgestaltung der Kinder- und Jugendabteilung, um Jugendlichen einen attraktiveren Raum zu bieten. Für dieses Projekt seien bereits Landesmittel beantragt worden.

Ausschussvorsitzender Hans-Josef Paulus (CDU) würdigte die erfolgreiche Arbeit des Büchereiteams wie auch Uwe Eggert (SPD), Roswitha Eichhorn-Jordan (Grüne) und Markus Melchers (FDP) .

Der Freidemokrat stellte jedoch die Frage, ob es in Zeiten knapper Finanzen möglich sei, effizienter zu arbeiten und Personal in der Bücherei einzusparen. Nach Abwägung sah Antonia Zaharanski dafür jedoch keine Chance. „Wir haben schon eine halbe Stelle abgebaut und arbeiten sparsam”, meldete sich Beigeordneter Herbert Brunen zu Wort. Noch weitere Einsparungen seien auch vor dem Hintergrund, dass täglich 700 bis 800 Medien ausgeliehen und etwa die gleiche Anzahl zurückgebracht würden, kaum möglich.
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