Ein passender Ort für die Palette der Kulturen

Von: Georg Schmitz
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Spaß für die Kinder – und ein ewiges Symbol: Weiße „Friedenstauben“ flatterten in den Bauchemer Himmel. Angehörige des Taubenzuchtvereins hatten die Vögel in einem Korb zum Fest der Begegnung gebracht und den Deckel gelüftet. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Kühles Wetter und Regen sind selten die besten Voraussetzungen für eine Open-Air-Veranstaltung, aber nun fanden einige hundert Menschen den Weg zum zweiten „Fest der Begegnungen“ auf der Wiesenfläche zwischen Hallenbadruine und Sportplatz.

Die im Oktober 2011 im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ gegründete Bürgergruppe Bauchem hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Stadtteil zu einem Ort der Begegnung zu machen und hier alle Kulturen zusammenzubringen. Schon bei den ersten „Bauchemer Begegnungen“ im September 2012 war die Beteiligung von Vereinen, Organisationen und Einrichtungen aus Geilenkirchen und Umgebung groß.

Dank den Mitstreitern

Das war auch am Samstag der Fall, und so waren es weitaus mehr als hundert freiwillige Helfer, denen der Erfolg gedankt ist. „Es war eine problemlose, unkomplizierte und tolle Zusammenarbeit im Vorfeld“, lobt Mitorganisatorin Christiane Kirschbaum ihre Mitstreiter. Zusammen mit Christel Coenen, Friedel Heeg, Andrea und Stefan Latour sowie ihrem Ehemann Günter Kirschbaum repräsentierte sie das Organisationsteam.

Alle sechs Bauchemer Vereine, drei Kindergärten, sechs karitative Einrichtungen und soziale Organisationen, CDU und SPD wie auch die Interessengemeinschaft Bauchem gestalteten das Fest mit. Der großen Vielfalt an teilnehmenden Gruppen und dem umfangreichen Rahmenprogramm ist es zu verdanken, dass die Besucher gut und gerne den ganzen Nachmittag auf unterhaltsame Weise in Bauchem verbringen konnten. Zudem hatten Kunstschaffende die Bauchemer Begegnungen zur Präsentation ihrer Werke genutzt.

Das Angebot beinhaltete auch einen Mitmachzirkus aus Düsseldorf, in dem Kindern und Jugendlichen schöne Kunststückchen beigebracht wurden. Nach indischem Vorbild zauberte Reshma Sheikh kunstvolle Henna-Tattoos auf die Handrücken von Kindern, während Helen Kulbe frische Kaffeebohnen röstete, mahlte und für die Besucher „echt äthiopischen Kaffee“ kochte. „Ich freue mich, dass aus einer Initiative etwas für Bauchem Wichtiges entstanden ist“, hatte Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler eingangs die Zuschauer begrüßt. Mit Blick auf das abgebrannte Hallenbad machte er klar, dass auf jeden Fall in Bauchem wieder ein neues Schwimmbad errichtet wird.

Das Unterhaltungsprogramm wurde mit dem Sitztanz einer Rollstuhlgruppe vom Haus Beatrix eröffnet. Wie schwer es ist, den Alltag in einem Rollstuhl zu bewältigen, vermittelte das Kinderzen­trum Triangel interessierten Jungen und Mädchen auf einem Rollstuhlparcours. Moderator Ronny Münchs fand immer passende programmbegleitende Worte und lockere Sprüche.

Mit russischem Flair

Für das leibliche Wohl war umfangreich gesorgt, zudem lud eine Tombola zum Mitmachen ein. Erstmals war die Kreisgruppe Heinsberg der „Landmannschaft der Deutschen aus Russland“ mit Schaschlikspießen und dem in Trachten singenden russischem Chor „Regenbogen“ in Bauchem vertreten. Melanie Bernhardt und Jason Heiß interpretierten schöne Balladen, begleitet von Richard Risse auf der Gitarre. Mit „Sei doch mit dabei“ sangen sich die Jungen und Mädchen der Kindergärten in die Herzen der Zuhörer.

Begeistert waren vor allem die Kinder, als ein Dutzend weißer „Friedenstauben“ von Mitgliedern des Taubenzuchtvereins den Korb verließen und den Heimflug antraten.

Alleine das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen sowie Gespräche über alle kulturellen Unterschiede hinweg, so die Meinung der vielen Besucher und Aktiven, verschafften der Reihe von „Bauchemer Begegnungen“ eine Daseinsberechtigung und gute Zukunft.

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