Ein Neujahrskonzert wie ein Feuerwerk

Von: Markus Bienwald
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Geilenkirchen. Die illustrierten Feuerwerksbilder auf dem Programm des Neujahrskonzerts der „Sinfonietta Regio“ passten ganz genau zum Genuss, den die Musik in der Aula des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula verbreitete. Denn das, was die Musiker unt Foto: Markus Bienwald
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Das gesamte Ensemble der „Sinfonietta Regio“ füllte nicht nur die Bühne in der Aula des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula aus, sondern begeisterte bei seinem Neujahrskonzert in Geilenkirchen über alle Maßen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Die illustrierenden Feuerwerksbilder auf dem Programm des Neujahrskonzerts der „Sinfonietta Regio“ passten ganz genau zum Genuss, den die Musik in der Aula des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula bot.

Denn das, was die Musiker unter der hervorragenden Leitung von Jeremy Hulin dort boten, prickelte und perlte wie eine Flasche Champagner. Dazu trug sicherlich auch Sopranistin Larisa Vasyukhina bei, die den glänzenden Leistungen der Ensemblemitglieder die Krone aufzusetzen wusste.

Dabei war das Programm eine gelungene Auswahl verschiedener bekannter und vielleicht auch weniger bekannter Stücke, die ihren Weg in die Gehörgänge der Besucher fanden. Als Auftakt wählte der gelernte Klarinettist und Leiter der „Sinfonietta Regio“ Franz von Suppés Ouvertüre zu „Leichte Kavallerie“.

Flott traten die Musiker die kompositorische Herausforderung an, zeigten sich auch in komplexeren Passagen nicht überfordert und schufen aus der charakteristischen Melodieführung ein eingängiges Ganzes.

Die durchaus eisigen Temperaturen des Wochenendes ignorierend, dafür aber mit viel Enthusiasmus warfen sich die schon zu Beginn des neuen Jahres bestens eingespielten Musiker in den Walzer „Frühlingsstimmen“ von Johann Strauß, der einen musikalischen Ausblick auf das wagte, was bald wieder grünt und blüht. Zwei Beiträge Dvoraks – der Slawische Tanz op.46,2 Nr. 8, und das Lied an den Mond aus „Rusalka“ – boten Hörgenuss im Überfluss.

Besuch aus Finnland

Da stand auch ein Besuch aus Finnland nicht zurück, denn die Familie Kontio, Konzertbesuchern aus der Region und bekannt aus Gastspielen bei verschiedenen Konzerten, zeigten mit ihrer Überraschung, dass nicht alles, was gut ist, auch im Programm aufgeführt werden muss.

Dringend hinein musste hingegen die überaus brillante Darbietung von Larisa Vasyukhina. Was sie an Dynamik, an Einsatz, an Leidenschaft und bestens umgesetztem Verständnis für die Musik in ihre Beiträge, beispielsweise beim Csardas aus der „Fledermaus“ von Strauß, hineinlegte, das ließ die Ohren klingen.

Zurück aus der Pause berichteten ein paar Besucher von Gänsehaut, stimmten damit aber nicht ins Klagen über niedrige Temperaturen ein, sondern fanden sich im Chor derer wieder, die das ausgezeichnete Konzert in den höchsten Tönen lobten.

Da machte auch der zweite Teil des Konzertes keine Ausnahme: Rossini, Anderson, Lehtinen, eine Überraschung aus Argentinien und zum Abschluss noch „Danzon Nr. 2“ von Arturo Marquez verlängerten das Konzerterlebnis. Für solch überragende Beispiele musikalischer Brillanz, wie sie das gesamte Ensemble der „Sinfonietta Regio“ brachte, konnte es am Ende nur überbordenden Applaus und Jubel geben.

Was blieb, war neben dem Beifall aber auch die Chance, das Neujahrskonzert am Sonntag, 6. März, um 18 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Baesweiler erneut zu erleben.

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