Ein neuer Auftrag für das „Arbeitspferd“ der Nato

Von: st
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Awacs-Flugzeuge sollen den Kampf gegen den IS unterstützen. Foto: dpa

Geilenkirchen. Der Geilenkirchener Awacs-Verband wird seinen Beitrag für den Kampf gegen den IS leisten. Dies erklärte am Montag ein Sprecher des Verbandes, nachdem die Staats- und Regierungschefs in Warschau dem Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen zur Unterstützung der Anti-IS-Koalition zugestimmt haben.

Wie genau der Auftrag aussieht, dazu gibt es momentan keine genauen Angaben: „Uns liegt lediglich die generelle Ankündigung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor, dass wir einen diesbezüglichen Auftrag erhalten“, erklärte der Sprecher. Über den Zeitpunkt könne man derzeit nur spekulieren.

Ob dann auch deutsche Soldaten an dem Einsatz beteiligt werden, sei eine politische Entscheidung. Etwa ein Drittel der rund 1000 Soldaten sind Deutsche. Der Auftrag sei aber auf jeden Fall eine Bestätigung für die Notwendigkeit des Verbandes mit seinen 16 Aufklärungsflugzeugen.

Wie wichtig der Verband für die Nato ist, habe auch die Ukraine-Krise gezeigt: „Da waren wir das Flaggschiff und das Arbeitspferd der Nato“, so der Sprecher. Weiter sagte er: „Wir verfügen über eine große Erfahrung, wir werden auch die kommende Aufgabe erfolgreich erledigen können.“

Eine E-3 A kann dank ihres Radars Frühwarninformationen über tief fliegende und in großer Höhe fliegende Luftfahrzeuge liefern. Die normale Einsatzhöhe beträgt 10.000 Meter. Aus dieser Höhe kann ein Awacs-Flugzeug den Luftraum in einem Umkreis von mehr als 400 Kilometer überwachen und über digitale Datenverbindungen Informationen mit Befehlshabern von Land-, See- und Luftstreitkräften austauschen.

Zu den Aufgaben der Besatzungen zählen unter anderem die Luftraumüberwachung und Früherkennung von Bedrohungen aus der Luft, die Führung von militärischen Luftverbänden, die Leitung von Kampfflugzeugen, die Kontrolle und Koordinierung des Luftraumes, die Leitung von Flugkörperabwehr am Boden und die Koordinierung von Such- und Rettungseinsätzen.

Im Laufe der Geschichte hat der Geilenkirchener Nato-Verband zahlreiche Militäroperationen unterstützt. Einsatzorte waren der Irak, der Balkan, Libyen, die USA, der Mittelmeerraum und Afghanistan. Aber auch Einsätze zum Schutz von Großveranstaltungen und zur Unterstützung von humanitären Hilfsoperationen in Haiti, Pakistan und den USA wurden geflogen.

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