Ein Musikpavillion wie ein Insekt, das sich in der Sonne räkelt

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Je nach Sonneneinstrahlung und Licht erweckt die neue Holzschindel-Eindeckung auf dem Dach des Konzertpavillons in der Übach-Palenberger Freizeitanlage Wurmtal den Eindruck eines leicht schimmernden Chitinpanzers. Fotos (2): Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald
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Und so sieht der „Panzer“ von innen aus. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Bei Sonnenschein schimmert es fast wie der Chitinpanzer eines glänzenden Insekts: das neue Dach auf dem Musikpavillon in der Freizeitanlage Wurmtal. Und der Eindruck eines Insekts, das sich im Sonnenschein ein wenig auf einer Seerose ausruht, kommt nicht von ungefähr. „In Anlehnung an den nahegelegenen See soll der aus dem Jahre 1990 stammende Entwurf des bekannten regionalen Architekten, Malers und Künstlers Hans Wittl ein umgestülptes Seerosenblatt darstellen“.

Das erzählt Projektleiter Jörg Keufgens, der bei der Stadt Übach-Palenberg für die neue Eindeckung verantwortlich zeichnet. „Hans Wittl haben wir auch aus urheberrechtlichen Gründen vor Erstellung der Ausschreibung hinsichtlich der beabsichtigten Änderung der Bedachung miteinbezogen“, so Keufgens weiter. Der offene Bau hat eine Ausdehnung von etwa 15 mal zwölf Metern und ist von allen Seiten frei zugänglich. Die Grundkonstruktion besteht aus Leimholzpfetten und Massivholzsparren, die mit zweifach diagonal mit zölligen Brettern verschalt wurden. Bis vor Kurzem bestand die Bedachung noch aus einer Kupfer-Stehfalzdeckung.

„Da sich jedoch das Metall der Bedachung mit steigenden Metallpreisen immer größerer ‚Beliebtheit‘ erfreute und das Gebäude erheblichen Schaden zu nehmen drohte, beziehungsweise sich mehr und mehr zu einer Unfallgefahr entwickelte, wurde die verbliebene Kupfereindeckung schließlich gänzlich zurückgebaut und im Vorfeld der Bedachungsarbeiten durch eine für die vorgesehene Holzverschindelung geeignete Dachabdichtungsbahn ersetzt“, erklärt Keufgens. Aufgrund des sehr speziellen Verfahrens einer Holzverschindelung war für die an der Umsetzung beteiligten Fachleute abzusehen, dass eher ein Unternehmen aus dem süddeutschen Bereich den Zuschlag erhalten würde. Im süddeutschen Raum ist diese Art der Dacheindeckung nämlich üblich und entspricht den Traditionen.

Nach öffentlicher Ausschreibung erhielt dann auch die Firma Frischmannn aus Tunzenberg in Bayern den Zuschlag. „Um hier aber bei zukünftig eventuell anfallenden Reparaturen nicht auf das bayerische Unternehmen angewiesen zu sein, wurden die Arbeiten unter Beteiligung eines ortsansässigen Unternehmens durchgeführt, welches sich dabei die Schindeltechnik in Grundzügen angeeignet hat“, erzählt der Fachmann vom Amt. Darüber hinaus wurde schon in der Ausschreibung entsprechendes Ersatzmaterial mit berücksichtigt und dieses fachgerecht eingelagert. Die zur Absicherung der Baustelle erforderlichen Gerüstbauarbeiten und die Gestellung eines Bauzaunes wurden durch ortsansässige Unternehmen gewährleistet, schließt Keufgens.

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