Geilenkirchen - Ein Mottenleben kann äußerst stressig sein

Ein Mottenleben kann äußerst stressig sein

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
Im wundervoll gespielten Real-
Im wundervoll gespielten Real- und Puppentheater „Des Kaisers neue Kleider” spielten sich Pierre Schäfer und Daniel Wagner (r.) in der Aula der Städtischen Realschule in Geilenkirchen in die Herzen der Gäste. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. So ein Mottenleben kann ganz schön nervig sein. Zumindest, wenn der Mottenmagen leer ist und keine Klamotten weit und breit zu sehen sind.

Genau so fühlte sich auch die Motte im neuesten Stück der von unserer Zeitung mitpräsentierten Reihe „Theater Starter”, die in der Aula der Städtischen Realschule in Geilenkirchen für Stimmung sorgte. Zwar waren nicht ganz so viele Menschen ab fünf Jahren wie erhofft gekommen. Doch die Gäste durften sich an einem einzigartigen Spiel des klassischen Märchens von Hans Christian Andersen erfreuen.

Denn Pierre Schäfer und Daniel Wagner hauchten nicht nur den von Peter Lutz und Evelyn Höpfner mit viel Sinn für Details liebevoll erschaffenen Puppen Leben ein.

Dank der Regie von Susanne Claus und der stets passenden Musik von Franz Geist schufen die beiden Darsteller auch mit selbst gespielten Rollen ein ganz neues Theaterpanoptikum, in das sich auch die älteren Besucher gerne einladen ließen. Natürlich ging es um den sagenhaften Kaiser, und natürlich ging es auch um seinen unsäglichen Kleiderfimmel.

Denn der eher dem Mann im Mond denn einem stattlichen Repräsentanten ähnelnde Herrscher besaß so viele Kleider wie Sterne am Himmel. Seine Gier nach neuen Bekleidungsstücken - gerne auch einmal aus eher ungewöhnlichem Material - hatte gleich zwei Folgen. Zum einen fiel die Infrastruktur, beispielsweise die Beschaffenheit von Wegen und Straßen, wegen des ständigen Geldmangels eher bescheiden aus.

Zum anderen musste der als guter Kerl, der doch einer Fliege was zu Leide tun kann, bekannte Kammerdiener immer wieder in die Boutique des famosen Schneiders, um neue Kleiderkapriolen abzuholen. Dabei kreuzten sich die Wege der überaus ausgehungerten Motte und ihres schlauen Begleiters im Katzengewand sowie des eher einfältigen Dieners des Kaisers.

Die Tüte mit den georderten Kleidern fiel um, Katze und Motte hüpften in die Tüte und gelangten so in das Mottenparadies schlechthin, den sagenumwobenden Kleiderschrank des Kaisers mit den neuen Kleidern. Mit einer Sprache, die sich aktueller und witziger denn je gestaltete, schnellen Szenenschnitten und einer Spielweise, die auf den Punkt passte, brachten Pierre Schäfer und Daniel Wagner so nicht nur Moral und Inhalt des Originals ansprechend rüber, sondern landeten gleich von Beginn an in den Herzen der begeisterten Gäste.

Natürlich ist die aktuelle Spielzeit vom „Theater Starter” noch lange nicht vorbei.

Das nächste Stück ist „Das tapfere Schneiderlein”, das zunächst am Montag, 16. Januar, um 16 Uhr in der Erlöserkirche Übach, Maastrichter Straße, zu sehen sein wird.

Am Donnerstag, 22. März, gastiert das mit Puppen gespielte Stück vom „Theater Zitadelle” aus Berlin jeweils um 11 und um 16 Uhr an der Städtischen Realschule in Geilenkirchen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert