Ein modernes Krippenspiel mit Musik und Gesang gestaltet

Von: mabie
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Ein Krippenspiel gehörte erstmals auch zum umfassenden Programm beim Weihnachtskonzert der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Auch die Vorweihnachtszeit ist immer noch gut für eine Premiere. Das ging zumindest den Gästen beim jüngsten Adventskonzert in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule so. In der Aula des Schulkomplexes an der Pestalozzistraße war gerade so genug Platz für alle Gäste, und die durften sich nicht nur auf einen Konzertabend freuen.

„Krippen unserer Zeit“ war er überschrieben, und zeigte nicht nur in geballter Form die kreative und sängerische Schaffenskraft von Schülern und Lehrern.

Mit dem integrierten Krippenspiel gelang der Schule auch eine echte Premiere, denn so etwas hatte es bislang hier noch nicht gegeben. Unter der Leitung von Maria Slagboom zeigten die Schulchor-AG der Klassen fünf bis acht, der Projektchor der Klassen neun und zehn sowie Annika Roes und Pauline Supheert an der Geige, wie sich ein modernes Krippenspiel mit Musik und Gesang kombinieren lässt.

„Das Motto haben wir ganz bewusst gewählt“, erläuterte Schulleiter Uwe Böken, der mit diesem Konzert gleichzeitig das offizielle Ende der 25-Jahr-Feier über das ganze Jahr gekommen sah. „Die politischen Entwicklungen der letzten Zeit haben an vielen Stellen Situationen entstehen lassen, die Parallelitäten mit der Krippe im biblischen Sinne aufweisen“, sagte er weiter.

Die Krippen unserer Zeit müssten aber auch als solche wahrgenommen werden, wie zum Beispiel die laut Böken „abscheulichen verbalen und handfesten Reaktionen zur Hochzeit der Flüchtlingsproblematik“, in der Menschen um ihr Leben bangend eine neue Bleibe suchten.

„Da war doch einmal etwas Ähnliches, so vor etwa 2000 Jahren, oder?“, fragte Böken in den Raum. Er wünschte den Gästen aber nicht nur einen besonderen und geschärften Blick auf unsere Zeit, sondern auch die Muße, diesen Abend mit Musik und Spiel zu genießen.

Damit das gelang, standen im zweiten Teil des gelungenen Abends noch viele weitere Akteure auf der Bühne. So intonierte die Oberstufenband beispielsweise „Santa Claus is Coming to Town“, die Schüler aus dem fünften Jahrgang übernahmen den Ohrwurm „Feliz navidad“, und das „Winterwonderland“ kam mit dem Instrumentalensemble live zu den begeisterten Zuhörern.

Drei Überraschungen hatten die Organisatoren um Maria Slagboom, Jan Maurer, Kai Stoffels und Guido Beisner dann noch im Ärmel: Einerseits war es die tolle Moderation des Abends mit Lea Schmidt und Annika Roes. Andererseits gab es noch ein paar Lieder zum Mitsingen, um die adventliche Besinnung auch klanglich einzubringen. Und zuletzt brachte noch der Nikolaus ein paar Präsente für die Aktiven, die damit nun wirklich nicht gerechnet hatten.

760 Euro wurden durch das Konzert eingenommen, die jeweils zur Hälfte in die musikalische Arbeit an der Schule und in das Krakau-Auschwitz-Projekt des neunten Jahrgangs fließen werden.

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