Selfkant - Ein Kanal mit unterirdischem Stauraum soll das Problem lösen

Ein Kanal mit unterirdischem Stauraum soll das Problem lösen

Von: fw
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Selfkant. Das Problem ist hinlänglich bekannt: Bei Starkregen kann der Kanal in der Hillensberger Bergstraße die Fluten nicht mehr fassen, die Anwohner haben folglich mit sogenannten Überstauungen zu kämpfen. Der Missstand soll sich bald ändern. Das von der Gemeindeverwaltung beauftragte Ingenieurbüro stellte dem Verkehrs-, Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung vier technische Varianten vor, die geeignet sind, dem Problem Herr zu werden.

Von der Effizienz her sind die technisch unterschiedlichen Varianten gleichwertig. Beachtliche Differenzen indes gibt es bei den Kosten: die schwanken zwischen 2,5 Millionen und 1,7 Millionen Euro. Der Ausschuss sprach sich für einen sogenannten Stauraumkanal in der Bergstraße aus – zumal der Planer dieser Konstruktion eine Langlebigkeit von 40 bis 50 Jahren attestierte. Gewartet werde das unterirdische Regenrückhaltebecken im ein-, zweijährlichen Rhythmus.

Der Stauraum soll in zwei Bauabschnitten geschaffen werden. Der Kanalbau für den ersten Bauabschnitt soll schon im September beginnen; im ersten Quartal 2014 soll die Straße im ersten Bereich fertiggestellt werden. Der Kanal in der Bergstraße wäre am Ende so dimensioniert, dass er auch ein „Jahrhunderthochwasser“ schlucken könnte.

Bei der Wiedereinschaltung der nächtlichen Straßenbeleuchtung hatte Bürgermeister Herbert Corsten seinerzeit angekündigt, allmählich auf kostengünstigere LED-Lampen umzustellen. Ein erster Schritt dorthin wird nun gemacht: Beim Straßenendausbau im Tüdderner Neubaugebiet Hasenfeld werden erstmals LED-Leuchten installiert, erklärte der Bürgermeister im Ausschuss.

Auch der umstrittene Bebauungsplan Alte Gärtnerei in Wehr stand auf der Tagesordnung. Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion empfahl der Ausschuss dem Rat, der Bausatzung für das Gewerbegebiet an der B56/Kreisverkehr in Wehr zuzustimmen. Grünes Licht für das Gewerbegebiet gab auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW. Die Behörde hatte ursprünglich wegen der parallel verlaufenden B 56 Bedenken. Als sich aber in dem Gespräch zwischen Gemeindeverwaltung und Landesbetrieb herausstellte, dass die Bundesstraße (wenn die Umgehung B 56n fertiggestellt ist) zur Landesstraße heruntergestuft wird, waren auch die Zweifel vom Tisch.

Wie viel pro Quadratmeter

Bedenken hatte auch die SPD, die sich allerdings nicht in Wohlgefallen auflösten. Ihr Sprecher Josef Werny brachte den alten Streitpunkt aufs Tapet: „Es ist nicht einzusehen, dass wir auf der einen Seite ein Wohngebiet haben und auf der anderen Seite eine Gewerbegebiet, das zugleich Wohnfläche bietet. Das sollte man trennen.“ Grundstückskäufer zahlten im Wohngebiet 120 Euro für den Quadratmeter, während der im Gewerbegebiet nur 30 Euro koste. Diese Privilegierung hat für Werny „ein gewisses Geschmäckle“.

Bürgermeister Corsten hielt dagegen: „Wir müssen die Möglichkeit etwa für Betriebsleiter-Wohnungen schaffen. Wir haben keine andere Wahl, als die Gewerbefläche so anbieten.“

Der Ausschuss empfahl dem Rat zudem einstimmig, weitere 30.000 Euro für Wegebaumaßnahmen bereitzustellen, die infolge des geänderten Wege- und Gewässerplanes erforderlich werden, entspricht dem 20-prozentigen Eigenanteil der Gemeinde zu jenen Ausführungskosten in Höhe von 150.000 Euro, die das Land aufbringt. 300.000 Euro wurden im vergangenen Jahr vom Land bewilligt – hier hatte die Gemeinde einen Eigenanteil in Höhe von 60.000 Euro zu leisten. Mit diesen 450.000 Euro werden im Selfkant zwölf Wirtschaftswege ausgebaut.

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