Ein Jahr der Visionen und Investitionen

Von: Udo Stüßer
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Das Weinfest war wieder ein Publikumsmagnet. Foto: Udo Stüßer
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Viel beachtetwurde auch der Aufbau einer Windrades an der B 221. Foto: Udo Stüßer
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Diskutiert wurde der Vandalismus im Bahnhof und im angrenzenden Parkhaus. Foto: Udo Stüßer
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Mit einem Aufwand von zwei Millionen Euro wurden An der Friedensburg neue Flüchtlingsunterkünfte gebaut. Foto: Udo Stüßer
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Gero Ronneberger, sachkundiger Bürger der Bürgerliste, sammelt Unterschriften gegen eine Ampelanlage und für einen Kreisverkehr. Foto: Udo Stüßer
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Hat das Handtuch im Aktionskreis geworfen: Rüdiger Strübig Foto: Udo Stüßer
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Ein Dauerbrenner: Der Zustand der Fliegerhorstsiedlung. Foto: Udo Stüßer
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Im Amt des SPD-Parteichefs bestätigt: Marko Banzet. Foto: Udo Stüßer
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Neuer CDU-Parteichef: Dirks Kochs aus Flahstraß Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Zumindest das Handwerk ist mit einer großen Portion Optimismus ins neue Jahr gestartete. War bereits das Jahr 2015 laut Dr. Michael Vondenhoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, positiv verlaufen, so erwarten 90 Prozent der Betriebe, dass die Geschäfte stabil bleiben oder sogar noch anwachsen. Besonders optimistisch ist man im Baugewerbe. Bei niedrigen Zinsen zieht nämlich das „Betongold“. Das weiß auch die Stadt Geilenkirchen.

Januar

Anfang Januar werden die Wohncontainer hinter dem Bahnhof abgerissen, dann fällt der Startschuss für den Bau von Unterkünften für 120 Asylbewerber. Über zwei Millionen Euro werden investiert. Damit hat die Stadt eine Antwort auf die Frage gefunden, wie die immer größer werdende Zahl von Asylbewerbern untergebracht werden kann.

Investitionsfreudig ist auch die NEW Re GmbH: Ein neues, drei Millionen Euro teures Windrad an der B 221 zwischen Geilenkirchen und Übach-Palenberg soll 1500 Haushalte mit Strom versorgen. In den nächsten fünf Jahren will der Energieversorger 100 Millionen Euro in erneuerbare Energie investieren.

Auch die Kommunalpolitik meldet sich früh im Jahr zu Wort: Zwar weiß Franz-Michael Jansen, dass die Tätigkeit als Repräsentant der CDU nach dem politischen Erdbeben im Vorjahr nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig ist, dennoch lässt er sich für ein Jahr zum CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Geilenkirchen wählen.

Beim Geilenkirchener Aktionskreis muss bald eine Position neu besetzt werden. Rüdiger Strübig schmeißt im Januar völlig überraschend als Vorsitzender das Handtuch und legt auch das Amt des Geschäftsführers nieder.

Februar

Derweil kämpfen die Bauchemer für ihr Bürgerhaus. Ortsvorsteher Johannes Henßen fordert, dass die Stadt alleine die Kosten übernimmt. „Die Vereinsarbeit dient nicht dazu, der Stadt den Bau einer Immobilie zu finanzieren“, sagt er.

Eine Vision rollt im Februar auf die Startbahn. Eine ausgemusterte Awacs-Maschine, so die Idee von Bürgermeister Georg Schmitz, soll Menschen nach Geilenkirchen locken, die dann in einem Outlet-Center ihr Geld lassen. Doch im Herbst macht die Nato dem Bürgermeister einen Strich durch die Rechnung. Sie benötigt ihr ausrangiertes Flugzeug als Ersatzteillager.

März

Im März strukturiert sich der Aktionskreis völlig neu: Neuer Vorsitzender wird der Geilenkirchener Fleischermeister Karl-Heinz Esser. Er war bereits von 1995 bis 2000 an der Spitze der rund 170 Mitglieder zählenden Vereinigung. Mit dem Kommunalpolitiker Uwe Eggert und Detlef Kerseboom aus dem Kulturamt der Stadt gibt es von nun an zwei Geschäftsführer im Aktionskreis. Und auch in Bauchem gibt es ein neues Gesicht: Als Quartiersentwicklerin will Melanie Hafers-Weinberg etwas bewegen.

April

Seit 25 Jahren im Dienst der Abrüstung: Mit einem großen Festakt feiert das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr das Jubiläum. Im April wird auch bekannt, dass voraussichtlich im Sommer an der Kreuzung Chorherrenstraße/L42 in Teveren eine Ampelanlage installiert werden soll. Die Fraktion „Geilenkirchen bewegen! und FDP“ fordert die Beseitigung des Unfallschwerpunktes mit Hilfe eines Kreisverkehrs. Doch den will der Landesbetrieb Straßenbau nicht finanzieren.

Dirk Kochs aus Flahstraß soll neuer Parteichef der Geilenkirchener CDU werden. Nachdem die ehemalige Vorsitzende Theresia Hensen und ihre Stellvertreter Wilhelm-Josef Wolff, Leonhard Kuhn und Wilfried Kleinen aufgrund der innerpolitischen Querelen 2015 die CDU verlassen und die eigene Fraktion „Geilenkirchen bewegen!“ im Rat gegründet haben und Barbara Slupik als Pressesprecherin zurückgetreten ist, müssen die Posten neu besetzt werden.

Mai

Festakt in der Realschule: Die Städtepartnerschaft mit Quimperlé besteht 50 Jahre. Weniger in Feierlaune sind die Menschen in der Fliegerhorstsiedlung Teveren: Die „Teverener Tiger“ zeigen ihre Zähne und fordern mehr Informationen über das städtebauliche Entwicklungskonzept.

Dirk Kochs wird an die Spitze der CDU gewählt. Seine Stellvertreter sind Kirsten vom Scheidt, Willi Münchs und Lars Speuser. Jennifer Diederichs wird Geschäftsführerin.

Juni

Auch die Bürgerliste wendet sich gegen eine Ampelanlage in Teveren. Der sachkundige Bürger Gero Ronneberger stellt einen Petitionsantrag an den Petitionsausschuss des NRW-Landtages. Wie es nun weitergeht, liegt in den Händen von Straßen.NRW.

Ziehen CDU und SPD an einem Strang? Die Parteispitzen führen Gespräche über eine Zusammenarbeit, um zu einer Mehrheit im Rat zu kommen. Und noch ein Festakt: Die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule wird 25 Jahre alt!

Juli

Die CDU will die Kuh vom Eis holen: Fraktionschef Max Weiler hat ein Finanzierungskonzept für das Bauchemer Vereinsheim vorgelegt: Demnach würde die Einrichtung 375.000 Euro kosten, der Anteil der Stadt würde 200.000 Euro betragen. Die Stadt soll für den Rest ein zinsgünstiges Kommunaldarlehen aufnehmen, die Vereine sollen das Darlehen tilgen. Der Rat schmettert den Antrag ab; es wird weiter nach einer Lösung gesucht.

60 Kindergartenplätze fehlen in der Stadt, ein neuer Kindergarten soll gebaut werden. Die Standortfrage ist bis heute nicht geklärt.

August

Das Badewannenrennen der Karnevalsgesellschaft Würmer Wenk unterstreicht wieder seinen guten Ruf als eine der spektakulärsten Veranstaltungen weit und breit.

September

Gute Tropfen erfreuen Herz und Seele: 14 Händler und Winzer locken mit 200 verschiedenen Weinen zum Weinfest. Die Janusz-Korczak-Schule in Hünshoven soll für mindestens 625.000 Euro verkauft werden. Viele Geilenkirchener fragen sich mittlerweile: Wie sicher ist das Parkhaus am Bahnhof? Bürger ärgern sich über Farbschmierereien und Verschmutzung. Aber noch viel schlimmer ist, dass die Überwachungskameras funktionslos sind. Neue sind bestellt. 63 Institutionen, Organisationen und Firmen beteiligen sich an der von unserer Zeitung als Medienpartner begleiteten Studien- und Informationsbörse „Be Future!“. Noch mehr Menschen kommen zum Oktoberfest auf die Awacs-Basis. 12.000 Liter Bier hat der Veranstalter für 3500 Besucher bestellt.

Oktober

Die Beecker Wehr kämpft um ihre Existenz. Das im Bundeseigentum befindliche Einsatzfahrzeug wurde verkauft, die Wehrleute sollen in die Löscheinheiten Prummern oder Würm wechseln. Doch die Feuerwehrkameraden drohen mit Austritt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gerät ins Kreuzfeuer der Kritik. Das im Juli verabschiedete Konzept für den Umbau der Siedlung wird von der Bima nicht mitgetragen. Ihr geht es um größtmöglichen Gewinn.

November

Leserbriefschreiber, die sich kritisch zur Schließung der Löscheinheit Beeck in unserer Zeitung äußern, werden von der Stadt angezeigt. Das Vorgehen hält Bürgermeister Georg Schmitz für richtig. Dennoch rudert die Stadt zurück und legt die Strafanzeige zu den Akten. Gute Nachrichten überbringt Georg Schmitz, als er den Haushalt einbringt: Keine Steuererhöhungen für den Bürger, die Gebühren steigen nur geringfügig. Geilenkirchen ist auf dem Weg zur schwarzen Null. Marko Banzet wird als SPD-Vorsitzender im Amt bestätigt. Und Heiner Coenen, Ökonom, Heimatforscher und Autor, ist neuer Geschäftsführer des Aktionskreises. Uwe Eggert ist zurückgetreten.

Dezember

Die Pfarrkirche Lindern wird als erste Kirche im Land mit der Plakette für barrierefreies Bauen des VdK-Landesverbandes ausgezeichnet. In den Haushaltsreden erntet Georg Schmitz viel Kritik. Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja erklärt beispielsweise, Schmitz‘ Verwaltungsführung sei massiv ausbaufähig.

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