Ein halbes Jahrhundert in Diensten der Justiz

Von: Georg Schmitz
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Die Direktorin des Amtsgerichts Geilenkirchen, Corinna Waßmuth, gratuliert Justizamtsinspektor Wilfried Buhs zu seinem 50-jährigen Dienstjubiläum. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wenn es jemand schafft, sein 50-jähriges Dienstjubiläum zu feiern, darf dieser Mensch sicherlich als „Urgestein“ in seinem Beruf bezeichnet werden. Wilfried Buhs stand am 1. April auf den Tag genau 50 Jahre lang in Diensten der Justiz.

Bereits im Alter von 14 Jahren stieg er ins Arbeitsleben ein. „Kaum einer von uns, erst recht nicht von uns Richtern, wird ein solches Jubiläum feiern“, war für die Direktorin des Amtsgerichts Geilenkirchen, Corinna Waßmuth, klar.

Aus Anlass einer Jubiläumsfeier im Sozialraum des Gerichtes fand Waßmuth viele gute Worte für Justizamtsinspektor Wilfried Buhs. Keiner der im Raum Anwesenden habe vor 50 Jahren schon in der Justiz gearbeitet. Am 1. April 1965 habe Buhs als Kanzleilehrling seine Laufbahn beim Amtsgericht Aachen angetreten, bei einem Lehrlingsgehalt von 94 Mark im Monat.

Seine Tätigkeiten führten Wilfried Buhs 1968 kurz zur Staatsanwaltschaft Aachen, bevor er 1969 zum Justizassistentenanwärter in ein Beamtenverhältnis ernannt wurde. Alle folgenden Ausbildungen und Prüfungen bestand Buhs mit Bravour, und nach sieben Jahren Tätigkeit beim Amtsgericht Aachen nahm er seine Arbeit in Geilenkirchen auf. Unter vier Direktoren habe Buhs hier seinen Dienst verrichtet. „Wie viele Richter Sie in der Strafabteilung begleitet haben, da bin ich mir nicht sicher, es müssen einige gewesen sein“, sagte Corinna Waßmuth.

Wilfried Buhs habe den Richtern immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und sie an seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Die Amtsgerichtsdirektorin: „In schwierigen, verzwickten oder unübersichtlichen Situationen wussten Sie immer einen Rat, wie die Situation beruhigt oder bereinigt werden konnte.“ Aufgrund seines langen Dienstes seien Wilfried Buhs nicht nur Staatsanwälte, sondern auch Polizei, Zoll, Dolmetscher, Verteidiger sowie Angeklagte und Zeugen persönlich bekannt.

Corinna Waßmuth überreichte dem Jubilar neben einer Urkunde zu seinem Jubiläum auch einen Blumenstrauß. Im Namen seiner Kollegen dankte auch Obergerichtsvollzieher Peter Welter für die konstruktive Zusammenarbeit über die Jahrzehnte hinweg. „Wir zwei haben ein sehr entspanntes Verhältnis“, freute sich Welter und übergab ein Einmachglas mit je einem Euro pro Dienstjahr von Buhs. Zusätzlich schenkte er dem Justizamtsinspektor ein handgemaltes Porträt, mit der Bemerkung: „Damit du in 20 Jahren einmal schauen kannst, wie gut du beim 50-jährigen Dienstjubiläum ausgesehen hast.“

Ruhestand vor Augen

Wilfried Buhs ist beim Amtsgericht Geilenkirchen eine „Institution“ und seit vielen Jahren zuständig für die Geschäftsstellenorganisation. Er koordiniert in dieser Eigenschaft Termine und Arbeitsabläufe.

Wilfried Buhs verkörpert wie kein anderer beim Amtsgericht Geilenkirchen den Justizbeamten in Person. In seinem Beruf geht er auf und würde gerne noch über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten. Doch das ist nicht möglich, und so muss er zum Leidwesen seiner Kolleginnen und Kollegen Ende 2015 seinen Ruhestand antreten.

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