Ein Bauwagen für die „Süggerather Wichtel“

Von: Markus Bienwald
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Die sieben „Süggerather Wichtel“ mit Matthias Braun, Leo Reinartz, Hubert Bergs, Johannes Bolten, Klaus Dohlen, Herbert Hohnen und Arno Speuser (v.l.) bei ihrem jüngsten Einsatz: dem Aufstellen des Weihnachtsbaumes im Ort. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Wer in Süggerath ab und zu ein paar Wichtel bei der Arbeit sieht, der hat weder einen Sehfehler, noch macht er Scherze. Denn es gibt sie tatsächlich, die „Süggerather Wichtel“. Dass es auch noch sieben sind, hätte ihnen fast den Beinamen „Zwerge“ eingebracht, doch davon zu sprechen, würde dem fidelen Club der Männer im Alter von 60 plus einen Bärendienst erweisen.

„Begonnen hat alles vor vier Jahren“, erzählt Leo Reinartz, der zwar nicht der Vorsitzende ist, aber gerne für die Gruppe das Wort ergreift. Damals war klar, dass die Stadt Geilenkirchen keinen Weihnachtsbaum auf dem Platz vor der Kirche mitten im Ort aufstellen wird. Also sprangen er, Hubert Bergs, Arno Speuser, Herbert Hohnen, Klaus Dohlen, Johannes Bolten und Matthias Braun ein, spendeten einen Baum und stellten ihn als Christbaum auf.

Es habe sich damals auch ein Stück weit angeboten, umschreibt Reinartz es, denn die Tanne im Garten eines Bekannten musste ohnehin weichen und kam so noch einmal zu neuen Ehren.

Inzwischen ist die Weihnachtsbaumaktion der sieben ehrenamtlichen Helfer schon ein jährlich wiederkehrender Ritus. In diesem Jahr war wieder einer der Wichtel der edle Spender, und mit gemeinsamem finanziellen Einsatz kauften die Männer die passenden Lichterketten.

Ob die LED-Lämpchen auch die passende Helligkeit liefern, konnten die Herren beim Aufbauen natürlich noch nicht sagen. Wohl aber, dass die LEDs auch dann weiterhin brennen, wenn mal ein Lämpchen ausfällt. „Das war bei der alten Lichterkette nicht so“, berichtet Reinartz. Lächelnd erzählt er vom Schabernack, bei dem plötzlich zwei der großen Glühbirnen an der früher eingesetzten Lichterkette fehlten und so die Tanne in Dunkelheit schweigen ließen.

Wem jetzt dank der Birnen „ein Licht aufgeht“, wissen die Männer natürlich nicht. Dass die Kirchengemeinde für den Baum dankbar ist und auch die Stadt Geilenkirchen sehr von der Arbeit der Herren profitiert, aber schon. Denn neben dem Aufstellen des Weihnachtsbaumes sind die selbsternannten Wichtel das ganze Jahr über in und um ihr Dorf im Einsatz. „Natürlich wird alles nur in Absprache mit der Stadt und dem Bauhof erledigt“, sagt Reinartz, wenn er über Grünpflege, Aufräumaktionen oder andere Einsätze der „Wichtel“ spricht.

Den Dank von Bürgermeister Georg Schmitz gibt es obendrauf, und in diesem Jahr ist für die sieben mit dem großen Einsatzwillen noch mehr hinzugekommen. Denn ihr Bauwagen ist eine relativ neue Errungenschaft. „Der sah natürlich nicht von Anfang an so toll aus“, sagt Reinartz. Um das zu ändern, arbeiteten sie ihre rollende Unterkunft selbst auf, und Schwiegertochter Olga Reinartz kam auf die Idee, die Wichtel im grünen Umfeld auf die Seite des Wagens zu malen. „Als Kopf dienen Fotos von uns“, erläutert Reinartz.

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