Eigener Mix aus Metal und Blues in der Rockfabrik

Von: Stefan Reiners
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Krönender Abschluss einer langen Rock Nacht: „Rebel Monster“ präsentieren Hits der Band „Volbeat“. Auch die Fans erstürmen die Bühne der Rockfabrik. Foto: rei

Übach-Palenberg. Gleich drei Bands verschiedenster Stilrichtungen standen bei einer „langen Rocknacht“ auf der Bühne der Rockfabrik in Übach-Palenberg. Den Beginn machte mit „Memories on Polaroids“ eine vierköpfige Aachener Band in klassischer Rockbesetzung (zwei Gitarren, Bass, Drums).

Marcel, Max, Tobi und Fussel haben sich die Verbindung von Alternative, Punk und Rock in ihren Songs vorgenommen und gezeigt, dass das tatsächlich sehens- und hörenswert machbar ist. Als Opener hat man immer einen schwereren Stand, erst recht mit eigenen Kompositionen. Daher war es ganz normal, dass die meiste Stimmung beim abschließenden, sehr gelungen Medley aus den drei Songs „Fat Lip“ (Sum 41), „Teenage Dirtbag“ (Wheatus) und „She hates me“ (Puddle of Mudd) aufkam.

Nach gewohnt zügigem Bühnenumbau wurde diese von „Battle against the Empire“ übernommen, eine Mainzer Tribute-Band zu „Rage against the Machine“. Die 1992 gegründete, klassische Crossover-Formation aus Los Angeles, die Metal, Rock, Funk und Hip Hop kombiniert, um die Texte ihres Frontmannes Zack de la Rocha zu untermalen.

Sänger Björn Erich von „Battle against the Empire“ hatte zwar optisch nicht viel Ähnlichkeit mit de la Rocha, aber Stimmlage und Energie passten absolut. Getragen vom stampfenden, treibenden, gleichwohl fein abgestimmten und präzisen Beat- und Melodiegerüst seiner Band, rotzte er den Fans die häufig politisch ambitionierten und sozialkritischen Aussagen entgegen.

Bereit für den letzten Teil

Stephan Drouet (Gitarre) hatte die recht speziellen Sounds seines Vorbilds Tom Morello voll drauf und harmonierte exzellent mit seinen ihm in nichts nachstehenden Kollegen Andi Empire (Bass) und Jo Berger (Drums). Spätestens bei „Wake up“ vom 1992er-Debüt-Album hatten sie die Zuhörer im Saal gefangen, erst recht, als Björn Erich gegen Ende des Gigs zu „Freedom“ sein den ganzen Rücken ausfüllendes Tattoo inklusive der zum Song „Freedom“ gehörenden Textzeile „Anger is a gift“ präsentierte. Als Abschluss noch den größten Hit der Kalifornier („Killing in the Name of“), und der Saal war bereit für den letzten Teil der Rocknacht.

„Rebel Monster“ hieß der designierte Main Act, er hatte sich voll und ganz der Musik der dänischen Metalband „Volbeat“ verschrieben. Die hat es in den vergangenen Jahren geschafft, aus Rock’n’Roll, Country, Blues und eben Metal einen eigenen Stil zu entwickeln (gerne als „Elvis Metal“ bezeichnet; bekanntestes Beispiel: „Fallen“ aus dem Jahr 2010), der bei den Fans aller genannten Musikrichtungen gleich gut ankommt. Das war in der Rockfabrik nicht anders.

Es gab Hardcorefans aller Couleur, die jedoch eines gemeinsam hatten: Alle gingen sie zu den von Oliver Noerdlinger (Gitarre, Gesang), Frank Bodenheimer (Schlagzeug, Gesang), Marius Wolff (Rhythmusgitarre) und Guido Bockshecker (Bass) in bester Volbeat-Manier vorgetragenen Klängen von Beginn an steil.

Stimme in die Wiege gelegt

Den typischen Gesang von Sänger Michael Poulsen, der auch für nahezu die gesamte Musik und alle Texte zuständig ist, teilten sich Oliver Noerdlinger und Frank Bodenheimer erfolgreich. Vor allem dem Schlagzeuger scheint die Stimme des dänischen Metalrockers geradezu in die Wiege gelegt worden zu sein.

Ganz nach originalem Vorbild holten sich die „Rebel Monsters“ zum Abschlusssong „Thanks“ auch noch ein knappes Dutzend Fans auf die Bühne, um mit diesem einprägsamen Bild einen gelungenen Abend würdig zu feiern.

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