Ehrenamtspreis für Zeltlagergruppe aus Breberen

Von: Markus Bienwald
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Das großformatige Schwarzweißbild und den von Harry Smeets entworfenen Ehrenamtsreis gab es für Vorsitzenden Heinz-Willi Wienen (vo., 2.v.l.) ebenso wie das Lagerlied „Heal the World“ obendrauf. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Alle Jahre wieder gibt es in Gangelt nicht nur gute Nachrichten in Sachen Haushalt. Am Ende des Jahres werden auch immer ehrenamtlich tätige Personen mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde ausgezeichnet. In diesem Jahr ist es eine Personengruppe, die seit inzwischen 50 Jahren dafür sorgt, dass junge Menschen eine naturverbundene Freizeit in ihren Ferien verbringen können.

So opfern die aktuell rund 30 Freiwilligen der Zeltlagergruppe St. Maternus Breberen einen Teil ihres Urlaubs, um ihn in der Gruppe mit Kindern verbringen zu können. Doch nicht nur die zweiwöchige Fahrt, die mit Betreuern, Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 16 Jahren beispielsweise in die Teverener Heide, nach Monschau, an den Niederrhein und an die Ahr geht, wird eingeplant.

„Die Arbeit beginnt im Frühjahr, um das Sommerzeltlager zu planen und zu organisieren, ein sehr aufwendiges Unterfangen“, wie Laudator Bürgermeister Bernhard Tholen erklärte. Denn beim Zeltlager gibt es jedes Jahr aufs Neue Meilensteine, die einfach dazugehören, aber immer auch durch lange Vorarbeiten und viel Teamwork zu erledigen sind.

So steht jedes Zeltlager unter einem bestimmten Motto, an dem dann das Programm ausgerichtet wird. „Bastelideen werden entworfen, und Shows werden geplant“, berichtete Bernhard Tholen weiter. Über Schnitzeljagd, Nachtwanderung und Dorfralley bis hin zu allen Anmeldeformalitäten, dem nötigen Einkauf und der Logistik erstrecken sich die Arbeiten. So verfügt die Gruppe über 40 Zelte, darunter ein Küchenzelt, ein Bastelzelt, ein Aufenthaltszelt, viele Schlafzelte, einen Toilettenwagen und die passende Ausstattung mit Waschmaschine, Heizung, Kochstellen und Spielzeug.

Beim Putztag im Mai wird der Bestand nicht nur gereinigt, sondern auf Vordermann gebracht und eventuell auch ergänzt. „Viele aus der Gruppe sind handwerklich tätig und bringen sich mit ihren Fähigkeiten ein“, ergänzte der Bürgermeister die Aufzählung. Doch das Engagement zieht noch weitere Kreise: Da hilft eine Gangelter Baufirma mit Containern für die benötigten Utensilien, da gibt es eine eigene Auf- und Abbautruppe. „Aber nach dem Zeltlager ist auch vor dem Zeltlager“, meinte Bernhard Tholen, so bleibt die Arbeit selbst außerhalb der zweiwöchigen Fahrt erhalten.

Ein echter Freundeskreis

Dass sich im halben Jahrhundert seit der ersten Fahrt ein echter Freundeskreis entwickelt hat, zeigte nicht nur das gemeinschaftliche Auftreten der Gruppe in ihren apfelgrünen Shirts. „Kinder, die früher als Feriengäste mitgefahren sind, sind heute schon Betreuer und übernehmen den Job ihrer Eltern“, sagte Tholen. Damit setzt sich die ursprüngliche Idee von der Arbeit aus der Gemeinschaft für die Gemeinschaft aus dem SV Breberen nahtlos und organisch fort, denn Nachwuchsprobleme scheint es in der lustigen und bestens organisierten Truppe nicht zu geben.

Allerdings bemängelten die Ehrenamtler bei der Gelegenheit, dass die Lockerheit, die es früher im Zeltlager hab, durch Vorschriften, benötigte Unterlagen und Voranmeldungen ein wenig verloren gegangen sei. „Trotz dieser Einschränkungen ist die Gruppe in jedem Jahr mit Herzblut dabei, denn großen Spaß macht es immer noch allen“, so Tholen.

Er lobte die Mannschaft aus Breberen für ihre logistischen Höchstleistungen und den ehrenamtlichen Einsatz für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde und darüber hinaus. „Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit finde ich es höchst anerkennenswert, den Kindern in ihrer Freizeit etwas anderes zu bieten als Handy und Computer“, lobte Tholen, der dann beim von den Geehrten mit ihrem „Chef“ Heinz-Willi Wienen gesungenen Lagersong „Heal the World“ von Michael Jackson kräftig mitschunkelte. Den vom Gangelter Künstler Harry Smeets entworfenen Ehrenamtspreis werden die ehrenamtlichen Zeltlagerprofis sicher beim nächsten Mal gerne mitnehmen.

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