Ehrenamtspreis für den Chef der Feuerwehr

Von: Markus Bienwald
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Laudator Christoph Grundmann (l.) übergab den „Rolf“ an Stadtbrandinspektor Michael Meyer. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Stadtbrandinspektor Michael Meyer ist neuer Träger des SPD-Ehrenamtspreises. Er erhielt den nach dem Geilenkirchener SPD-Urgestein Rolf Justen schlicht „Rolf“ titulierten Preis vor gut 70 Gästen am „Tag des Ehrenamts“ im Saal Werden-Pongs in Immendorf.

Wer nun viele Worte erwartet hatte, wurde enttäuscht. „Denn in Unwissenheit einer Nominierung und einer Auszeichnung habe ich keine Rede vorbereitet“, so der neue Preisträger kurz und knapp. Das hätte wahrscheinlich auch dem Namensgeber des Preises, der für herausragendes ehrenamtliches Engagement in der Stadt nun nach der Premiere im Vorjahr zum zweiten Mal vergeben wurde, gefallen.

Der erste Preisträger, Karl-Heinz Nieren, war natürlich auch im Publikum, und auch die weiteren Nominierten, Simon Heinrich von der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Gillrath-Hatterath, Henriette Echghi-Ghamsari vom Verein „GK! Kulturgut“ und die SPS-Foundation mit Philipp Prepols, waren natürlich anwesend. Denn bis zum letzten Moment wurde nicht enthüllt, wessen Name nun auf der vom Künstler Willi Arlt designten Figur verewigt wurde.

Die Figur nahm Initiator Jürgen Plein übrigens gleich zum Anlass, sie als Sinnbild für das Ehrenamt zu nehmen. „Eine Statue mit breiten Schultern, herausgestreckter Brust und glattem Körper“ nannte er sie. Damit stehe der Rolf für das breite Engagement, den Stolz, der in der ehrenamtlich geleisteten Arbeit steckt, und die glatte Oberfläche, an der Kritik schon mal abperlen kann.

Kritik ist sicherlich auch etwas, das Michael Meyer in seiner inzwischen 46-jährigen Feuerwehrlaufbahn oft hören musste. Dabei ist er seit 20 Jahren Leiter, „und einer von wenigen Wehrleitern, die ihre Aufgabe ausschließlich ehrenamtlich wahrnehmen“, wie Laudator Christoph Grundmann betonte. Meyer habe die hiesige Feuerwehr „entscheidend geprägt“, agiere mit großem Sachverstand und viel Fingerspitzengefühl, war dabei aber auch Motor hinter der organisatorischen Weiterentwicklung und Strukturierung.

„Dabei war es ihm stets ein Anliegen, die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu motivieren, und sie zu einer schlagkräftigen Truppe zu formen“, so Grundmann weiter. Der Laudator bekräftigte natürlich auch, dass mit der Auszeichnung des Wehrleiters gleichzeitig auch die ausdrückliche Anerkennung der Leistungen aller Feuerwehrleute sowie des ehrenamtlichen Engagements im Feuerschutz allgemein einhergehe.

Meyers Verdienste reichen dabei über seinen Einsatz im Stadtgebiet von Geilenkirchen hinaus: so ist er seit 1991 verantwortlich für die Truppführerausbildung auf Kreisebene, ist seit 1988 Schatzmeister des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg sowie Träger des Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber und in Gold. Neben seinen Leistungen für die Wehr mit aktuell 240 Kameraden sei Michael Meyer aber auch ein wichtiger Partner von Rat und Verwaltung.

„Obwohl er seine zahlreichen Funktionen im Bereich des Feuerschutzes ausschließlich ehrenamtlich wahrnimmt, arbeitet er dabei äußerst professionell“, schloss Christoph Grundmann.Dass das Ehrenamt bei der Feuerwehr aber auch eine finanzielle Dimension hat, betonte abschließend noch Bürgermeister Georg Schmitz.

„Unter nem Milljönchen kämen wir nicht hin“, rechnete er den Anwesenden vor, sollte eine Berufsfeuerwehr nötig sein. Doch die sei Dank des Einsatzes der ehrenamtlichen Wehrleute nicht nötig.

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