Ehrenamt: Über 100 Helfer bei der „Tafel”

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Bieten den Menschen, die zur Ubach-Palenberger Tafel kommen, Essen, ein Lächeln und ein offenes Ohr: Petra Meyer, Ingrid Beemboon, Anita Paulus, Gabriele Zukunft, Agata Sidek , Uta Adam und Roswitha Bischhaus-Trotnow (v.l.). Foto: S. Sillius

Übach-Palenberg. Vor dem Vereinsheim des VfL Boscheln in der Martin-Luther-Straße herrscht ein buntes Treiben. Erwachsene sitzen in Gruppen beieinander, essen und erzählen. Die Kinder spielen und lachen. Drinnen, an der Ausgabestelle, holen sich die Leute Lebensmittel ab.

Vorher müssen sie den Mitarbeitern der Übach-Palenberger Tafel ihren Ausweis vorlegen, der darlegt, dass sie Leistungen der Grundsicherung beziehen und sie zum Einkauf berechtigt.

„Heute sind nicht ganz so viele da wie sonst. Das liegt daran, dass Monatsanfang ist und die Leute noch mehr Geld haben”, erklären Roswitha Bischhaus-Trotnow und Petra Meyer, die Vorstandsvorsitzenden der Übach-Palenberger Tafel. Außer ihnen sind an diesem Tag Ingrid Beenboon, Anita Paulus, Gabriele Zukunft, Agata Sidek und Uta Adam dafür zuständig, dass bei der Verteilung der Lebensmittel alles glatt läuft.

In einem Nebenraum türmen sich Gemüse und Obst aller Sorten und Größen. In der Küche stapeln sich Brote, Aufschnitt und vieles mehr. Im Vorhinein haben zwei Fahrerteams - wie jeden morgen um acht Uhr - die Lebensmittel von den Supermärkten abgeholt, die dort nicht mehr verkauft werden, und haben sie zur Ausgabestelle gebracht. Hier werden sie im nächsten Schritt sortiert und an die bedürftigen Menschen verteilt.

Die meisten der über 100 Helfer in der Region sind ehrenamtlich aktiv und schon seit Beginn der Tafel mit dabei. Hinzu kommen einige Ein-Euro-Jobber sowie ein fester Mitarbeiter, der im Rahmen der Jobperspektive eingestellt wurde.

Die Idee, eine Tafel vor Ort zu gründen, hatten Roswitha Bischhaus-Trotnow und Petra Meyer im Jahr 2005. Auch sie arbeiten ohne Bezahlung, genauso wie Ingrid Beenboon. Sie ist seit drei Jahren Helferin bei der Tafel. Nachdem sie zur Frührentnerin geworden war, wollte sie etwas Sinnvolles tun. Für sie ist ihr Einsatz auch ein Stück Sozialarbeit, denn vor allem für ältere Menschen sei die Tafel auch ein Ort, an dem ihnen jemand ein offenes Ohr bietet und ein Lächeln schenkt. „Manchmal tröstet man die Menschen, manchmal wird auch herzlich zusammen gelacht”, erzählt Beenboon.

Es sind vor allem arbeitslose und alleinerziehende Menschen, Geringverdiener und Rentner, die zur Tafel kommen.

Ausgabestellen und Einkaufspreise der Tafel

In Boscheln findet die Ausgabe montags und freitags im Vereinsheim, Martin-Luther-Straße, statt, in Gangelt/Birgden dienstags im Vereinsheim Birgden, in Geilenkirchen montags und donnerstags im Tafelladen, Parkplatz Von-Harff-Straße, in Übach-Palenberg mittwochs im Tafelladen, Im Mühlenhof 12, und im Selfkant/Saeffeln freitags im Sportheim Saeffeln, Zum Schützenbruch, 13.30 bis 14.30 Uhr.

Ein Einkauf kostet pro Person ein Euro, für jede dazugehörige Person 50 Cent.

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