Geilenkirchen-Hatterath - Ehemaliges Feuerwehrhaus wird Ort der Gemeinschaft

Ehemaliges Feuerwehrhaus wird Ort der Gemeinschaft

Von: Georg Schmitz
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Eine von der Vorsitzenden Gabi Kals-Deußen an Bürgermeister Thomas Fiedler überreichte symbolische Euro-Münze macht die Ubernahme des ehemaligen Feuerwehrhauses in Hatterath offiziell. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Hatterath. Eine von Gabi Kals-Deußen dem Bürgermeister überreichte „Ein-Euro-Münze” in Übergröße dokumentierte die offizielle Übergabe des ehemaligen Feuerwehrhauses der Löscheinheit Hatterath an die dörfliche Interessengemeinschaft.

„Das Feuerwehrhaus soll ein Dorfhaus werden”, sagte Thomas Fiedler anlässlich der Feierstunde, zu der auch die Landtagsabgeordneten Ulla Meurer (SPD) und Bernd Krückel (CDU) gekommen waren.

Bereits im Januar hatten die Unterschriften auf den notariellen Verträgen die Grundlage für den Eigentumswechsel gebildet. Nach der Fusionierung der beiden Löscheinheiten Gillrath und Hatterath mit Umzug in das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus Gillrath steht das bis dahin von den Hatterather Kameraden genutzte Gebäude leer. Nach der Sanierung wird es der Bürgerschaft und den Vereinen zur Verfügung stehen.

Die Vorsitzende des Gemeinschaftsvereins, Gabi Kals-Deußen, ging auf Details ein. Erste Skizzen zum Umbau des Feuerwehrhauses stammen aus dem Jahr 1999. „Die resultierten aus der Idee, den Dorfplatz umzugestalten, der seinerzeit noch eine unansehnliche Fläche darstellte”, erklärte die Vorsitzende. Um Vorhaben gemeinsam angehen und Schlagkraft entwickeln zu können, sei die Interessengemeinschaft (IG) gegründet und im November 2000 ins Vereinsregister eingetragen worden.

Im August 2008 habe die IG den Antrag an die Stadt Geilenkirchen gerichtet, das alte Feuerwehrhaus zu kaufen. „Hier soll nun ein Dorfhaus, ein Mittelpunkt für die gesamte Bevölkerung entstehen”, blickte Gabi Kals-Deußen in die Zukunft. Von der Krabbelgruppe über den Kinder- und Jugendtreff bis zum Seniorenkaffee und zur Skatgruppe könnten sich die Nutzungsmöglichkeiten bieten. Auch kann der Platz für Dorffeste und Feiern sowie Karnevalsvorbereitungen oder schlicht als Versammlungsort genutzt werden. Unabhängige Gruppen sollten motiviert werden, das Dorfleben mitzugestalten.

Eine Erweiterung des bestehenden Raumangebots durch einen Anbau sei geplant, hieß es, hier könnte die St. Peter und Paul-Schützenbruderschaft einen Schießstand einrichten. „Wir bauen mit Hilfe der Dorfbevölkerung, also mit einem immensen Anteil an Eigenleistung, ohne die das Projekt nicht zu stemmen wäre”, schloss Gabi Kals-Deußen. Planer Wolfgang Beckers detaillierte dazu die Baumaßnahme.

„Ich übergebe das alte Feuerwehrhaus der Bürgerschaft von Hatterath zur gedeihlichen Nutzung”, machte Bürgermeister Thomas Fiedler dann das Offizielle klar und bekam im Gegenzug den symbolischen Euro. In Hatterath zeige sich einmal mehr ein hervorragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Thomas Fiedler: „Die Zukunft einer Ortschaft hängt ab von der Pflege der Identität und Identifizierung mit dem Ort.” Dabei spiele Nachbarschaftshilfe, Solidarität, Engagement, Brauchtum und Vereinsarbeit eine bedeutende Rolle. „In einer Gesellschaft, die immer mehr laizistisch und auf das Individuum ausgerichtet ist, sind Dorfhäuser wie hier in Hatterath wichtige Begegnungsstätten”, schloss der Bürgermeister und wünschte den Hatterathern gutes Gelingen und viele fröhliche Stunden in ihrem neuen Dorfhaus.

Schon zur Wochenmitte begannen die Arbeiten zur Umgestaltung des früheren Feuerwehrhauses, und in Kürze soll auch mit dem rund 40 Quadratmeter großen Anbau begonnen werden.
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