Durch 41 Millimeter dickes Glas ein Blick auf die Wurm

Von: g.s.
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Sie hat Befürworter, aber auch Gegner: Die „Wurmfenster” genannte mit Bronze überzogene Edelstahlkonstruktion in der Geilenkirchener Innenstadt, die jetzt installieret wurde. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Mit einigen Monaten Verspätung ist zum Wochenbeginn das viel diskutierte Wurmfenster installiert worden. Dabei handelt es sich um einen LED-beleuchteten konischen Aufbau mit schräg verlaufenden Fenstern in Edelstahlkonstruktion von etwa zwei mal ein Meter Größe.

Der niedrigste Punkt des Aufbaus liegt bei 30 Zentimeter, der höchste Punkt bei 60 Zentimeter. Durch das geteilte Glasdach können Passanten einen Blick in die Wurm werfen, die in etwa drei Meter Tiefe dahinfließt.

Die Scheinwerfer, mit denen die Wasserfläche an dieser Stelle von oben beleuchtet wird, sind in der vergangenen Woche befestigt worden. Das Sichtfenster auf der freien Bürgersteigfläche nahe dem Kreisverkehr am Markt erregte bei seiner Installation die Aufmerksamkeit vieler Passanten. Hier und da blitzten schon ein paar Gedanken auf, welchen Spitznamen das Gesamtwerk eines Tages tragen dürfte.

Die Kosten für das schon mehrfach in Ausschüssen vorgestellte Sichtfenster waren bei der Ratssitzung im Februar noch mit 44.000 Euro geschätzt worden. Das brachte seinerzeit die Ratsmitglieder in Rage, über neue Finanzierungsalternativen wurde nachgedacht.

Kurzfristige Ausschreibung

Der Stadtrat ging damals auf einen Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fiedler ein. Das Gremium stimmte zu, nach einer kurzfristigen Ausschreibung die kostengünstigste Offerte zu akzeptieren. Fünf Angebote gingen bei der Verwaltung ein. Letztendlich konnte das Wurmfenster für rund 27.500 Euro realisiert werden.

So wurde die Edelstahl-Tragkonstruktion zwischenzeitlich von Professor Bonifatius Stirnberg, dem bekannten Aachener Künstler, mit einem Bronzeüberzug versehen und erhielt von Hermann Strücker eine Spezialverglasung aus 41 Millimeter dickem begehbarem Sicherheitsglas. Das rund eine Tonne schwere Wurmfenster wurde Montagnachmittag mit einem Kran in den vorbereiteten Rahmen aus beschichtetem Aluminiumblech eingelassen und steht jetzt dort sehr standfest. In diesen Tagen werden noch die Gehwegplatten angepasst, so dass das Wurmfenster wahrscheinlich am Freitag zur Eröffnung des Nikolausmarktes den Bürgern übergeben werden kann.
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