Dreistellige Millioneninvestition: Lidl-Tochter Bonback rüstet auf

Von: jpm
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Lidl baut und baut und baut: Die aktuelle Baustelle ist noch längst nicht abgeschlossen, da liegt schon der Antrag für die nächste Erweiterung beim Kreis Heinsberg Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Es ist kein Ende in Sicht. An der David-Hansemann-Straße drehen sich noch die Kräne, da steht schon die nächste Investition in deutlich dreistelliger Millionenhöhe an. Denn an der David-Hansemann-Straße soll die Produktionsstätte der Lidl-Tochter Bonback GmbH erweitert werden.

Der Antrag auf Errichtung und Betrieb liegt zurzeit beim Kreis Heinsberg. Das Gebäude muss nach Baurecht, die Anlagen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt werden. Kern des Vorhabens ist eine Erweiterung der Zahl der Backlinien von derzeit vier auf 13. In dem Antrag ist von Kosten über 179 Millionen Euro die Rede.

Bereits jetzt werden neben Brot und Brötchen bekanntlich frittiertes Gebäck sowie Schokolade produziert und verpackt, im Entstehen begriffen ist die Eiscremeproduktion. Ferner umfasst der gesamte Komplex zahlreiche Silos, Hochregallager, eine Anlage zur Verpackung von Beutelfrüchten, ein Energiezentrum, eine Wasseraufbereitungsanlage und ein Sozialzentrum. Die nun geplante Erweiterung dürfte Übach-Palenberg weiter als ein zentrales Standbein innerhalb des Konzerns etablieren. Die Produktionskapazität wird laut Antrag bei 915 Tonnen Nahrung liegen – jeden Tag.

Die Gesamtsumme von 179 Millionen Euro setzt sich zusammen aus Voranlagen wie Silos und Lagerungsstätten (33,5 Millionen Euro), den Backlinien (109 Millionen Euro) sowie Verpackungsanlagen (35,8 Millionen Euro). Die Kosten für die einzelnen Backlinien variieren auffallend stark: Die günstigste Linie kostet knapp vier Millionen Euro, die teuerste mehr als 21 Millionen.

In den Silos sollen verschiedene Mehlsorten, Salz und Zucker, aber auch Saaten und Körner gelagert werden. Der Weitertransport in die Teigzubereitung erfolgt dann pneumatisch in geschlossenen Rohrleitungen.

Kneter mischen die Zutaten mit Wasser, dann folgt die Weiterbeförderung in die Portionierung. Die dann entstandenen sogenannten Formlinge werden anschließend unter Wasserdampf gegart. Dann erst beginnt der Backvorgang, zum Schluss wandert die verkaufsfertige Ware in das Hochregallager mit Tiefkühlung.

Neben der Vorstellung des Vorhabens umfasst der Antrag auch Gutachten etwa zu Lärm- und Geruchsimmissionen. Diese seien unproblematisch und sollen sich unterhalb der Grenzwerte bewegen.

Gefahren oder schädliche Auswirkungen durch Erschütterungen oder Licht seien nicht zu erwarten, auch der Grundwasserschutz sei gegeben.

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