Geilenkirchen - Drei Schülerchöre ziehen alle musikalischen Register

Drei Schülerchöre ziehen alle musikalischen Register

Von: Renate Kolodzey
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Alle drei Chöre auf der Bühne vereint: Der vokalpraktische Kurs, der Jugendchor und der Kammerchor mit ihrem musikalischen Gesamtleiter Thomas Gottschalk am Flügel beim gemeinsamen Konzert am Gymnasium St. Ursula.

Geilenkirchen. Genau 99 Schüler standen kürzlich in drei stimmgewaltigen Chorensembles auf der Bühne des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula: der vokalpraktische Kurs, der Jugendchor und der Kammerchor. Der 100. Mitwirkende war Thomas Gottschalk mit der Verantwortung für die musikalische Gesamtleitung. Einst als Referendar an die Schule gekommen, unterrichtet er dort seit einem Jahr Deutsch und Musik.

Am Konzertabend dirigierte er seine junge Truppe mit viel Elan und begleitete sie schwungvoll am Flügel. Temperamentvoll unterstützt wurde er dabei von Kalle Kontio mit Cajon und Pauke, Bernhard Kozikowski am Bass und Leo Jansen an der Trompete.

Celine Mertens und Antonia Krewel führten charmant durch das Programm, das mit dem Vokalpraktischen Kurs und Musicalmelodien begann: „The lion sleeps tonight“ mit den Solistinnen Josephine Schmidt und Nina Tholen riss gleich zu Beginn die Gäste zu Beifallsstürmen hin, die dann nach jedem Lied durch die Aula brausten. Ruhiger ging es weiter mit „I could have danced all night“ und „On the street where you live“, wo Nils Boost und Leon Hocks die Soli sangen.

Nach dem Liebeslied „Make of our hands“ brachte der Chor mit dem leidenschaftlichen „I like to be in America“ samt Solostimmen Luisa Bartz und Sophia Fuchs den Saal zum Kochen, was sich in „The longest time“ von Billy Joel mit den Solisten Nils Boost und Leon Hocks fortsetzte. Dem nicht genug: Das Abbamania-Fieber – schiere Begeisterung der Zuschauer – brach aus, als „I have a dream“, „Mamma Mia“ und „Thank you for the music“ mit Soli von Katharina Esser und Michelle Schmidt erklangen. Mit dem pathetischen „Anthem“ gab der Vokalpraktische Kurs unter donnerndem Applaus schließlich die Bühne frei für den Jugendchor.

Über den großen Teich entführte dieser die Zuhörer mit „New York, New York“, um sich, kaum verklungen, zusammen mit Solistin Lina Phlippen aus noch ferneren Gefilden mit „Hello“ von Adele zu melden. Quirlig wie „Cheerleader“ und besinnlich mit „The rose“ und den Solistinnen Lena Preuth und Lelia Schippers, zeigte der Chor beeindruckend die Bandbreite seines Könnens. „Wie soll ein Mensch das ertragen?“ klagte sodann Lukas Jansen in seinem Solo, während sich die Anwesenden im gewaltigen „African Alleluia“ gedanklich auf den afrikanischen Kontinent beamen konnten. Mit „Your song“ ließen schließlich Chor und Solistinnen Mira Candeago, Daniela Tholen, Janina Heyderhoff und Lena Preuth die Herzen höher schlagen. „The climb“ intonierten die jungen Sänger sogar „A Capella“ – teils mehrstimmig – und entließen das Publikum füßewippend und gut gelaunt in die Pause.

Frisch gestärkt stürmten danach Jugendchor und Kammerchor auf die Bühne und forderten ihre Zuhörer mit „Stay“ zum Bleiben auf. Auf Französisch ging es weiter mit „Cerf volant“, „Caresse sur l‘océan“ und „Vois sur ton chemin“.

Dann gehörte die Bühne ganz dem Kammerchor: Viele seiner Mitglieder haben Einzelgesangsunterricht, und die Zuschauer durften sich als erstes auf den lebhaften „Cup song“ freuen. Gleich darauf erklang auf Latein „Benedictus“, dem sich „Gloria“ anschloss, einfühlsam begleitet vom Schulorchester mit Celli und Geigen unter Leitung von Brigitte Reymer und Laura Schmidt. Mit seinen wunderschönen Stimmen und der Solistin Jule Hagen gelang es dem Chor anschließend, „Prayer of the children“, in dem Kinder im Krieg darum beten, die Nacht zu überleben, ergreifend zu interpretieren.

Entspannt zurücklehnen durften sich die Gäste nun bei „Guter Mond, du gehst so stille“, „Heideröslein“, „The seal lullaby“ und „Riversong“. Das „Abendlied“, gesungen von Anne Aufsfeld, Katharina Esser, Selina Funken, Jule Hagen, Theresa Hamacher, Janine Heyderhoff, Emma Liebens, Lena Preuth, Aylin von der Ruhr, Anna Stassen und Nina Tholen, ist eigentlich sechsstimmig geschrieben und war daher eine Herausforderung für die elf Interpretinnen, die sie aber hervorragend meisterten. Ebenso anspruchsvoll und bewegend schön war das lateinische „O salutaris hostia“ mit vierstimmigem Chor und den Solistinnen Emma Liebens und Margaux Marggraf.

Alle drei Gesangsensembles, die an diesem Abend für ein wunderbares akustisches Erlebnis sorgten, luden zum Abschluss mit „The first powered flight“ zu einem Flug über die Wolken ein und durften sich erst nach einer vehement geforderten Zugabe von ihrem begeisterten Publikum verabschieden.

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