Übach-Palenberg - Drei kleine Könige wollen singend die Welt verändern

Drei kleine Könige wollen singend die Welt verändern

Von: mabie
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Caspar, Melchior und Balthasar, die eigentlich Sarah Fröschen, Hannah Wagner und Sophia Oldenburg (v.r.) heißen, mit Betreuerin Marina Görtz im Hintergrund , halfen in Ubach mit, Spenden für die „Aktion Dreikönigssingen” zu sammeln. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Minus 4,7 Grad zeigt das Thermometer an, als sich Caspar, Melchior und Balthasar an diesem Dreikönigsmorgen auf den Weg machen. Doch nicht nur die Witterung ist anders, auch der Weg, den die Drei an diesem winterlichen Tag zurücklegen, unterscheidet sich von der Reise der drei Könige aus dem Morgenland zum Christuskind.

Denn Caspar, Melchior und Balthasar, die eigentlich Sarah Fröschen, Hannah Wagner und Sophia Oldenburg heißen, suchen nicht nach dem Kind in der Krippe. Vielmehr ziehen sie in einem Teil von Übach von Haus zu Haus. Doch bevor sie in Tücher gewandet, teils geschminkt und mit einem Stern auf einem Stock vor den Haustüren um eine Spende bitten, ist zunächst um kurz nach sieben Uhr noch ein Treffen im Bischof-van-der-Velden-Haus angesagt, bei dem alles nochmal kurz besprochen wird.

Gemeindereferentin Ruth Ikier bereitet die Drei gemeinsam mit ihren Kollegen auf das Kommende vor. Und sie erinnert daran, warum die Sternsinger sich in ihrer freiwilligen Mission auf den Tag in der Kälte vorbereiten. „Utub yoon bu bees”, was auf Senegalesisch soviel wie „Kinder finden neue Wege heißt”, ist die Sternsingeraktion des Kindermissionswerks im Bund der Katholischen Deutschen Jugend überschrieben. „Neue Wege finden, dass kann ich auch ganz anders verstehen”, sagt Ruth Ikier zu den Kindern. Und die wollen mit der Aktion positiv in die Zukunft schauen, Fremdem gegenüber aufgeschlossen sein und ihre vielen Ideen zum Wohle aller verwirklichen.

Mit diesen Worten im Ohr machen sich unsere drei Könige auf den Weg und müssen leider feststellen, dass sie um kurz nach neun Uhr nur wenig Resonanz finden. „Viele schlafen um diese Uhrzeit noch, manche müssen arbeiten”, weiß Betreuerin Marina Görtz. Sie selbst war fünf Jahre lang als Sternsingerin unterwegs, ehe sie auf die Seite der Betreuer wechselte. Ihre Schützlinge müssen hingegen noch einige Erfahrungen sammeln.

„Meine Füße sind kalt”, gesteht zum Beispiel Sarah Fröschen. Und das sagt sie nicht zu irgendwem, denn nach dem kurzen Lied und dem obligatorischen Schriftzug „20C+MB+10”, den sie auf der Hauswand hinterlässt, darf sie noch kurz ins Haus. Kein Problem, schließlich ist das ihr Elternhaus. „Jetzt hab´ ich den Segen an meinem eigenen Haus hinterlassen”, freut sich Sarah.
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