Doppelter Kommandowechsel bei der Awacs-Flotte

Von: Georg Schmitz.
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Das Heeresmusikkorps aus Koblenz gab beim Doppel-Kommandowechsel auf dem Flugplatz Teveren in Hangar II den guten Ton an. Foto: Georg Schmitz
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Brigadegeneral Dawn Dunlop ist Force-Kommandeurin, Brigadegeneral Karsten Stoye ist Kommandeur des Nato E-3A-Verbandes in Teveren.

Geilenkirchen. Gleich zwei Kommandowechsel erfolgten am Freitag im Hangar II des Nato E-3A- Verbandes in Geilenkirchen: Der Kommandeur der Nato-Frühwarnflotte in Mons/Belgien, Generalmajor Jochen Both, übergab das Kommando des in Geilenkirchen-Teveren stationierten Awacs-Verbandes von US-Generalmajor Andrew M. Mueller an den deutschen Brigadegeneral Karsten Stoye.

Der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa, General Philipp M. Breedlove, übertrug die Führung des Nato-Frühwarnflottenkommandos von Generalmajor Jochen Both auf die amerikanische Frau Brigadegeneral Dawn Dunlop. Dunlop übernimmt jetzt die Verantwortung über die gesamte Frühwarnflotte, der neben dem aus 16 Nationen bestehenden E-3A-Verband auch die E-3D-Component in Waddington/Großbritannien angehört.

Mit dem Wechsel in der Führung beider militärischer Einrichtungen wurden Both und Mueller turnusmäßig abgelöst. Während Jochen Both in der Ruhestand geht, übernimmt Andrew M. Mueller eine neue Aufgabe in den USA.

In seiner Ansprache hob Vier-Sterne-General Philipp M. Breedlove den multinationalen E-3A Verband als ein Aushängeschild der Nato hervor und vergaß nicht zu erwähnen, dass dieser in Kürze sein 35-jähriges Bestehen feiern könne. Mit mehr als 12 000 Flugstunden in Afghanistan und mehr als 4300 Flugstunden im Rahmen der Ukrainekrise sei der Verband führend im Bereich fliegender Comand und Control-Plattformen.

Generalmajor Both lobte in seiner Abschiedsrede die Professionalität des scheidenden Kommandeurs Andrew M. Mueller. Mueller blickte auf seine Zeit in Geilenkirchen zurück und verabschiedete sich von allen Mitarbeitern. Dem scheidenden Generalmajor zu Ehren absolvierten eine Awacs-Maschine sowie zwei F-16 und vier Eurofighter im Formationsflug einen so genannten „Flyby“ (Überflug).

Das Heersmusikkorps aus Koblenz gab beim Kommandowechsel den guten Ton an und verabschiedete sich mit den Nationalhymnen Deutschlands und den USA. „Es ist großartig, hier zu sein, im zukünftigen Force Comand“, begann die neue Kommandeurin des Awacs-Verbandes ihre kurze Ansprache. Dawn Dunlop ist erstmals in Deutschland und hat zuvor bei der Luftwaffe in San Antonia/USA gearbeitet. Sie freut sich auf die „aufregende Aufgabe“ bei der Awacs-Flotte mit den Menschen aus 16 Nationen.

Der neue E-3A Kommandeur Karsten Stoye ist Pilot und hat mehr als 2500 Flugstunden, vornehmlich mit dem Tornado, abgeleistet. Er wurde bereits in das Awacs-Flugzeug eingewiesen und hat es am vergangenen Mittwoch erstmals gesteuert. „Ein Jet ist beweglicher, eine Awacs etwas träger“, teilt er seine Erfahrung mit. Für ihn sei es eine große Verantwortung, diesen internationalen Verband zu führen.

Gerade jetzt gebe es viele Herausforderungen, in der nächsten Woche werde die erste E-3A „ausgemustert“. Am Ende blieben 14 übrig, die technisch auf dem neuesten Stand gebracht würden. Sein oberstes Ziel sei der Erhalt der einzigartigen Fähigkeiten des Verbandes, auch angesichts personeller und materieller Einschnitte.

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