Dörfer mit Zukunft: Immendorf punktet mit Natur und Infrastruktur

Von: Simone Thelen
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Erst durch den Ort, dann rund um Immendorf: Die Kreiskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ nimmt alle Orte, die sich beworben haben, genau unter die Lupe. Die Begehungen sind mittlerweile abgeschlossen. Am Freitag wird die Entscheidung bekanntgegeben. Foto: Simone Thelen
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Auf dem Mäuerchen: Bürgermeister Georg Schmitz (links) und Ortsvorsteher Fiedhelm Thelen warten auf die Kreiskommission. Foto: Simone Thelen

Geilenkirchen-Immendorf. Die Bürgersteige in Immendorf sind sauber. Ganz akkurat gefegt. Ob das an der zurückliegenden Kirmes oder doch am Besuch der Kreiskommission zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ liegt, ist nicht geklärt. Jedenfalls hängen auch die gespannten Fähnchen hängen noch rund um die Pfarrkirche St. Peter.

Das Bild stimmt also. Die Jury kann kommen. Ortsvorsteher Friedhelm Thelen und Bürgermeister Georg Schmitz haben es sich auf dem Mäuerchen bequem gemacht. Sie warten auf den Bus mit den Vertretern der Kreiskommission. Ein Pläuschchen vorab kann schließlich nicht schaden.

Als die Gäste dann eintreffen, springt Friedhelm Thelen flott in sein Auto und macht den Parkplatz direkt gegenüber der Kirche frei, wo die Besichtigung von Immendorf beginnt. „So muss man das machen, da sammelt man direkt Pluspunkte bei den Leuten“, ist sich Thelen sicher. Schaden kann es jedenfalls nicht.

Im Pfarrheim herrscht zu diesem Zeitpunkt schon nervöses Treiben. Die Immendorfer Vereine, die Schule und der Kindergarten haben sich gut auf den Besuch der Kreiskommission vorbereitet. Bunt gestaltete Stellwände mit Zeitungsausschnitten, Fotos, Basteleien und Informationen zur Ortsgeschichte zeugen von der Vielfalt in Immendorf. Vereinsvertreter sind vor Ort und zeigen, dass hier alle an einem Strang ziehen. Die Karnevalsgesellschaft „Lott se loope“ Immenwauweiler hat sogar das Prinzenornat mitgebracht und präsentiert die Höhepunkte der karnevalistischen Session im Video auf einem Laptop.

„Die machen das hier nicht schlecht“, sagt dann auch Heiner Molz, der Leiter der Kreiskommission anerkennend. Das soziale und kulturelle Leben ist nämlich im Wettbewerb ebenso ausschlaggebend wie die Konzeption des Dorfes, die wirtschaftlichen Entwicklungen und Initiativen, die Baugestaltung und die zukünftigen baulichen Planungen sowie die Grüngestaltung im Dorf und der Einbettung des Ortes in die umliegende Landschaft.

Zwischen den vielen Menschen im Pfarrheim gibt es sechs, die ein gelbes T-Shirt tragen. Es sind Günther Zielemanns, Anton (Toni) Nieren, Norbert Schiffers, Horst Tacken, Peter Hansen und Ortsvorsteher Thelen selbst. „Wir sind das Organisationsteam für den Wettbewerb“, erklärt Thelen. Und als solches sind die sechs Männer nun auch zu erkennen. Für die Fragen der Kommission stehen sie gut sichtbar zur Verfügung.

Die Begehung beginnt mit einem Powerpoint-Vortrag, der den Mitglieder der Kommission Immendorf, seine Geschichte und die Beschaffenheit des Dorfes näherbringt. Hierzu gehört die gute Infrastruktur mit Lebensmittelmarkt, Ärzten und Banken ebenso wie die rund 25 Unternehmen, die in Immendorf ansässig und im Ort engagiert sind. 1600 Mitglieder verzeichnen die Immendorfer Vereine insgesamt, und mit Grundschule und Kindergarten ist für den Nachwuchs bestens gesorgt.

Das Haus Immendorf mit seinem Bauerncafé habe sich mittlerweile zu einem beliebten und überregional bekannten Treffpunkt entwickelt, und auch das Historische Klassenzimmer erfreue sich großer Beliebtheit. Ein Ausstellungsstück aus dem Klassenzimmer hat das Organisationsteam gleich mitgebracht. Es ist der schon früher gefürchtete Rohrstock, der die Kommissionsmitglieder bei der sich anschließenden Ortsbegehung auf Tempo halten soll. Dies ist auch nötig, denn die Zeit ist knapp bemessen.

Auf dem Weg durch den Ort lernen Molz und sein Team den vier Kilometer langen Wanderweg rund um Immendorf mit dem neu angelegten Baumlernpfad kennen – jedenfalls einen Teil davon – erfahren vieles über die sehenswerten Giebelhäuser, die Hofanlage mit Hofladen Meyers, die Sportanlagen und auch die größte Firma im Ort, Pohlen-Dach und Pohlen-Solar. Inhaber Holger Pohlen empfängt die Gruppe dann auch vor dem Firmengebäude und erzählt ein wenig über die Unternehmensgeschichte. Über sein Engagement hat die Kommission beim Rundgang schon einiges erfahren - so etwa zur Pflege der umliegenden Wiesen mit Obstbäumen und Wildblumenbewuchs.

Nachdem sich die Kommission verabschiedet hat, warten Friedhelm Thelen, seine Organisationskollegen und ganz Immendorf nun gespannt auf die Entscheidung der Kommission. Die Fähnchen an der Kirche sind in der Zwischenzeit abgenommen worden. Aber sollte Immendorf gewinnen, gäbe es ja bald wieder einen guten Grund zum Feiern...

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