Geilenkirchen-Gillrath - Diskussion um die K3: 15 CDU-Politiker geben ihr Parteibuch ab

Diskussion um die K3: 15 CDU-Politiker geben ihr Parteibuch ab

Von: Udo Stüßer
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Gerd Latour, Franz Beemelmanns und Heinz Zwirbel (von links) sind sauer: Uber die B56 soll der Verkehr in die Gillrather Kreisbahnstraße geführt werden.

Geilenkirchen-Gillrath. Der ehemalige Geilenkirchener Bürgermeister Franz Beemelmanns hat nach 51-jähriger Mitgliedschaft in der CDU sein Parteibuch zurückgegeben.

Aber nicht nur der ehemalige ehrenamtliche Bürgermeister (1994 bis 1999), hauptamtliche Bürgermeister (1999 bis 2004) und Gillrather Ortsvorsteher (1991 bis 1999) hat den Geilenkirchener Christdemokraten den Rücken gekehrt: Auch der Gillrather Gerd Latour, 40 Jahre CDU-Mitglied und mehrere Jahre im Ortsverbandsvorstand aktiv, hat die Nase schlichtweg voll. Darüber hinaus sind 14 weitere Gillrather CDU-Mitglieder mit insgesamt 230 Mitgliedsjahren aus der Partei ausgetreten. Mit weiteren Austritten, nicht nur in Gillrath, ist zu rechnen.

„Ich habe immer die Bürgerinitiative K3 unterstützt. Im Kreistag musste ich erfahren, dass die CDU-Kreistagsfraktion einen einstimmig gefassten Beschluss des Rates der Stadt Geilenkirchen einfach ignoriert”, begründet Beemelmanns seinen Unmut. „Allerdings haben weder der Bürgermeister, die Verwaltung, noch der Rat sich von 2007 bis Herbst 2008 ernsthaft für die Variante Hatterath Ost beim Kreis eingesetzt”, ergänzt der CDU-nahe, aber parteilose Heinz Zwirbel, Mitglied der Bürgerinitiative K3.

Weiter erklärt er: „Erst auf unser Drängen hin haben CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff und Bürgermeister Andreas Borghorst ein Schreiben an den Kreis gerichtet. Das bezeichnen wir aber nur als Alibi-Schreiben, weil wir eine Ernsthaftigkeit nie wahrnehmen konnten.”

Anders sieht das Geilenkirchens CDU-Parteichef Franz Michael-Jansen: Zum Austritt des früheren Bürgermeisters Franz Beemelmanns erklärt er: „Franz Beemelmanns hat bereits vor einigen Monaten in vielen Einzelgesprächen mit Mitgliedern des Stadtrates und mit mir angekündigt, dass für den Fall, dass man ihm die Pensionszusage nicht geben werde, er dafür sorgen werde, dass die CDU ihre absolute Mehrheit verliert. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung nicht bereit gewesen, für den illegalen Bau des als Wohnung genutzten Pferdestalls eine Duldung auszusprechen.”

Weiter erklärt er: „Die CDU hat kein Verständnis dafür, dass Franz Beemelmanns nun versucht, die Problematik um die K3 als Begründung für seinen Parteiaustritt zu bemühen, da die Geilenkirchener CDU voll auf der Linie der Bürgerinitiative in Gillrath ist und sich um eine andere Trassenführung weiterhin bemüht.”
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