Die Wurmtalbahn rollt wohl erst mit „Verspätung“ los

Von: disch
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Heinsberg/Geilenkirchen-Lindern. Es ist zwar noch nicht definitiv, aber „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“, so bestätigte Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer vom Nahverkehr Rheinland (NVR), auf Anfrage, wird sich die für den sogenannten kleinen Fahrplanwechsel am 9. Juni geplante Aufnahme des Bahnverkehrs auf der Strecke Heinsberg – Lindern um mehrere Monate verzögern.

Dies sei einerseits witterungsbedingt, sagte Sedlaczek, der aber auch einräumte, dass es im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik Probleme gebe. Das anvisierte Zieldatum hatte sich beim Projekt Wurmtalbahn mehrmals geändert. Von Dezember 2012 war schon die Rede, dann aber auch von Dezember 2013. Zuletzt war schließlich immer wieder der 9. Juni 2013 als Startdatum genannt worden. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass es nicht bis zum großen Fahrplanwechsel im Dezember dauert, ehe wieder die ersten Personenzüge zwischen Heinsberg und Lindern rollen. Eventuell soll es im September so weit sein.

Die Wurmtalbahn erhält, wie der Internetseite zum Projekt (www.wurmtalbahn.de) zu entnehmen ist, eigene „elektronische Stellwerke für Regionalbahnen“, die in Lindern mit dem elektronischen Stellwerk der DB Netz verknüpft werden. Der Zugleiter kommuniziert mit den Zügen über ein Funksystem im Zwei-Meter-Band. Auf der Strecke wird der signalisierte Zugleitbetrieb eingeführt.

Nicht nur bei der Leit- und Sicherungstechnik, sondern auch an den Haltepunkten und Bahnübergängen sind noch Arbeiten auszuführen. Und die Elektrifizierung der Strecke steht noch aus. Dazu war (wie berichtet) Anfang Februar der Planfeststellungsbeschluss von der Bezirksregierung Köln gefasst worden. Nach Angaben Sedlaczeks vom Mittwoch sind bislang noch keine Klagen gegen diesen Planfeststellungsbeschluss bekannt geworden.

Die Wurmtalbahn ist als Teil der Rhein-Niers-Bahn (RB 33) konzipiert, die Aachen mit Mönchengladbach, Krefeld, Duisburg und Wesel verbindet. Mit der Wurmtalbahn soll die Kreisstadt Heinsberg wieder an das überregionale Schienennetz angebunden werden. Fahrgäste werden dann umsteigefrei von Heinsberg über Lindern nach Geilenkirchen oder weiter nach Aachen reisen können. In Richtung Mönchengladbach und Düsseldorf ist ein Umstieg in Lindern erforderlich.

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