Waldfeucht-Braunsrath - Die „VokaLadies“ begrüßen ihre Gäste singend vor der Kirche

Die „VokaLadies“ begrüßen ihre Gäste singend vor der Kirche

Von: Anna Petra Thomas
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Schon vor dem Eingang zu Kapelle und Kirche des Klosters Marie Lind begrüßten die „VokaLadies“ ihre Gäste musikalisch.

Waldfeucht-Braunsrath. Ein Chorkonzert, das heißt Chor auf der Bühne und Publikum unten davor. Nicht so bei den „VokaLadies“ aus Braunsrath: Bei seinem ersten Weihnachtskonzert nahm der junge, erst vor fünf Jahren gegründete Frauenchor seine Besucher schon vor der Tür zu Kapelle und Kirche des Klosters Maria Lind in Empfang.

Rechts der Tür saß Chorleiterin Hilde Ubben an ihrem E-Piano, links hatte sich der Chor postiert und begrüßte seine Konzertbesucher mit weihnachtlichen Liedern, begleitete sie quasi ganz „O du fröhliche“ mit einem „O Tannenbaum“ durch den „weißen Winterwald“ bis auf die 300 ausgebuchten Plätze in die Kirche oder in die Kapelle.

Nach dem gelungenen ersten Showkonzert im Januar seien die ersten 300 Karten gleich weg gewesen, erzählt Vorsitzende Annemarie Quack. Auch ein drittes Mal hätte man die Kirche noch füllen können, doch es gab nur noch einen zweiten Termin am Abend. Um allen 600 Gästen gute Sicht bieten zu können, entschied man sich für zwei Spielorte, einen in der Kapelle, einen in der Kirche – und in das jeweils andere Gotteshaus wurde das Geschehen mittels Kamera und großem Bildschirm übertragen. Schon darüber staunte das Publikum, mehr noch über den jungen Trommler, der die 55 Sängerinnen zunächst zum Altar in der Kapelle und später in die Kirche begleitete.

Man habe so viele Leute wie möglich zu den beiden Konzerten begrüßen wollen, erklärte Annemarie Quack in ihrer Begrüßung, die sie in der Kirche sprach. Eine Moderation zwischendurch werde es nicht geben, betonte sie. Ziel des Konzerts sei, die Weihnachtsgeschichte in vielen bekannten Liedern zu erzählen. „Nehmen Sie daraus Ihre eigene Geschichte mit“, schlug sie noch vor, ehe sie dann mit den übrigen Sängerinnen zunächst in die Kapelle einzog. Und hier war dann nicht nur der bereits zuvor angekündigte Tenor Ben Heijnen mitten im Geschehen, sondern auch die aus Haaren stammende Musical-Darstellerin Anja Backus, deren Mutter Roswitha bei den „VokaLadies“ singt.

Perfektes Zusammenspiel

Vor zwei Stunden erst sei sie in Braunsrath angekommen, verriet sie noch schnell, bevor sie dann souverän zusammen mit Ben Heijnen in die Darstellung von Josef und Maria schlüpfte. „Mein Herz schlägt nur für Dich“ sangen die beiden zusammen mit dem Chor und lieferten dabei nicht nur eine starke Leistung im Gesang, sondern auch in der szenischen Darstellung. Nur für dieses eine Konzert war Anja Backus aus Wien herbeigeeilt, wo sie derzeit im Musical „Tanz der Vampire“ unter anderem in der Rolle der Magda zu sehen ist. Schon am heutigen Mittwoch steht sie wieder in Wien auf der Bühne.

Durch ihr perfektes Zusammenspiel mit Ben Heijnen, mit dem Chor, der Pianistin und Chorleiterin Hilde Ubben und nicht zuletzt den übrigen beiden Musikern Marcel Knoops (Gitarre) und Björn Knoops (Schlagzeug) wurde die Aufführung schnell zu so viel mehr als einem Chorkonzert, nicht zuletzt dank der im Hintergrund tätigen Marlene Maas, der Choreographin des gesamten musikalischen Geschehens, das man schon fast hätte Musical nennen können.

Ständig war aber auch im eigentlichen Chor Bewegung, mal kam Gesang auch von Sängerinnen auf der Bühne über dem Kirchenschiff, mal aus dem Altarraum, mal sangen Annemarie Quack und Roswitha Backus zusammen mit Anja Backus vom „Breath of Heaven“. Oder spielte mit Cäcilie Cleef eine der Chorsängerinnen sogar solo auf ihrer Klarinette das „Maria“ aus dem Musical „West Side Story“.

Nachdem Schwester Theresia, die Oberin der Klarissen in Maria Lind, das Jesuskind selbst in die Krippe gelegt hatte und der Chor es besungen hatte, glänzte Ben Heijnen in „Mariä Wiegenlied“. Weitere bekannte Weihnachtslieder, nicht nur in Deutsch und Englisch, sondern auch in Spanisch mit einem „Feliz Navidad“ meisterte der junge Chor grandios und verabschiedete sich zusammen mit den beiden Solisten in die „Stille Nacht“ und von einem begeisterten Publikum. Viele nutzten danach noch die Gelegenheit zu einem gemütlichen Ausklang bei einem Glühwein auf dem Klostergelände.

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