Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken

Von: mabie
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Sie unterzeichneten die Erklä
Sie unterzeichneten die Erklärung der „Lokalen Bündnisse für Familien”: Maike Simunovic und Volkhard Dörr (r.) von der Verwaltung und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Wir haben in der Stadt seit langem viele Aktivitäten, die zeigen, dass wir eine familienfreundliche Stadt sind”, ist Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sicher. Dennoch zeigt die Statistik, dass über 70 Prozent der Haushalte in Übach-Palenberg kinderlos sind.

„Das zeigt klar auf, dass wir an dieser Stelle weiterarbeiten müssen”, unterstreicht der Erste Bürger. Ein weiteres Puzzleteil auf dem Weg zu mehr Familien und damit letztlich auch mehr Einwohnern soll die gemeinsame Erklärung der „Lokalen Bündnisse für Familien” sein. Damit wird, so die Überschrift des einseitigen Papiers, etwas „für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland” getan. Jungnitsch wünscht sich, dem Trend einer sich verändernden Gesellschaft mit mehr alleinerziehenden Elternteilen, Rechnung zu tragen. „Auch die lokal ansässigen Unternehmen sollen die Familienfreundlichkeit für sich entdecken”, unterstrich er.

Volkhard Dörr von der Stadtverwaltung, der für die „Lokalen Bündnisse” die Unterschrift unter die Vereinbarung setzte, berichtete von viel Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei verschiedensten Trägern und Einrichtungen. „Wichtig ist zu wissen, welche Lebenskonzepte Familien haben”, betonte Dörr. Auch im Papier wird mehr Familienfreundlichkeit als oberstes Ziel ausgegeben. Zeit haben füreinander, auch durch eine bessere Verzahnung von Familie und Beruf bei gleichzeitig höherer Flexibilität wird dort groß geschrieben. „Eltern möchten Kinder großziehen, sich um Angehörige kümmern und zugleich ihre beruflichen Ziele verfolgen”, heißt es in der Vereinbarung. Die inzwischen 640 „Lokalen Bündnisse für Familie” bundesweit setzen sich für kreative Lösungen im Sinne einer besseren Vereinbarkeit ein.

Möglichkeiten aufzeigen

Unterstützt wird das Projekt, das 2008 offiziell auch in Übach-Palenberg ins Leben gerufen wurde, durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Europäischen Sozialfonds für Deutschland und die Europäische Union. Auf die Frage, ob es auch finanzielle Hilfen gibt, schütteln allerdings der Bürgermeister und der Fachmann vom Amt beide den Kopf. „Die Unterstützung besteht eher in Synergien und dem Aufzeigen von Möglichkeiten, die anderswo erdacht und umgesetzt wurden”, unterstreicht Volkhard Dörr. Damit wird die abschließend in der Erklärung hervorgehobene Prämisse, „bedarfsgerechte Angebote für Familien zu entwickeln und die vorhandenen stetig zu verbessern”, auch in Übach-Palenberg mehr auf ein Miteinander setzen müssen statt auf rein materielle Förderung.
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