Die ungewisse Zukunft des Schützenwesens

Von: mabie
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Übach-Palenberg. Zahlreiche Mitglieder begrüßte Vorsitzender Toni Crampen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Übach im vereinseigenen Schützenheim im Pfarrzentrum am Kirchplatz.

Sein besonderer Willkommensgruß galt dem amtierenden Schützenkönig Jens Kratzheller, dem Bezirksbundesmeister Josef Kouchen sowie dem Schützenkaiser Jürgen Werken.

Nach einem Gedenken an die verstorbenen Schützenbrüder informierte der Vorsitzende die Anwesenden, dass mit Jonas Meyer (Schießgruppe) und Kevin Rommel (Gruppe Alte Kameraden) zwei neue Mitglieder in die Bruderschaft aufgenommen wurden. In seinem Jahresbericht erinnerte Crampen an die vielfältigen Ereignisse und Aktivitäten der Bruderschaft. „Mein Dank gilt dabei allen Mitgliedern in den aktiven Gruppen der Bruderschaft, den historischen Schützen, der Schießgruppe, der Trommlergruppe Alte Kameraden und der Damenriege, die sich alle in vielfältiger Art und Weise in die Pflicht haben nehmen lassen“, so Crampen.

Die Veranstaltungen und Feiern der Bruderschaft waren allesamt bestens organisiert und erfolgreich. „Erfreulich ist, dass die traditionellen Veranstaltungen im Ort wie der Königsvogelschuss und die Sommerkirmes nach wie vor einen guten Anklang in der Bevölkerung finden“, freute sich Toni Crampen.

Besondere Erwähnung fand in seinem Bericht auch das von den Schützen gezeigte soziale und kirchliche Engagement. So konnte zum Beispiel beim Königsvogelschuss durch eine Spendenaktion dem Förderverein der Katholischen Grundschule Übach ein ansehnlicher Betrag in Höhe von 500 Euro als Unterstützung ausgehändigt werden. Zudem wurde mit über 100 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden von den Schützen die bis dahin doch sehr unansehnliche große Mauer neben dem Pfarrsaal im Innenhof des Übacher Pfarrzentrums instand gesetzt und deutlich verschönert.

Einen breiten Raum nahm in Crampens Vortrag auch die Frage nach den Zukunftschancen des Historischen Schützenwesens ein. „Die vielen Veränderungen in der heutigen Gesellschaft und ein Auseinanderdriften der Generationen erschweren das aus früheren Zeiten gewohnte und bewährte Miteinander in der Ortsgemeinschaft“, erläuterte der Vorsitzende. Daher sei zu begrüßen, dass sich der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften über die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das Schützenwesen intensiv Gedanken gemacht habe.

Nach fast drei Jahren intensiver Diskussionen habe der Schützenbund in seiner Bundesvertreterversammlung in Leverkusen beschlossen, seine Regeln für eine Mitgliedschaft zu lockern. So können zukünftig auch Nichtchristen, Homosexuelle oder Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, in eine Schützenbruderschaft aufgenommen werden. Voraussetzung sei aber, dass man sich in einem persönlichen Gespräch zu den Grundsätzen des katholischen Schützenbundes bekennt.

Den Bruderschaften vor Ort gestehe man allerdings zu, im Einzelfall ihre eigene Entscheidung über eine Mitgliedschaft zu treffen. Zum Schluss seines Berichtes appellierte der Vorsitzende noch einmal an alle Aktiven, sich auch zukünftig für das historische Schützenwesen und das vielfältige Vereinsleben in der Übacher Bruderschaft zu engagieren. Auch sei es an der Zeit, dass sich auch jüngere Mitglieder mehr und mehr in verantwortliche Positionen einbringen.

Da die Kasse auch stimmte, erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. Die anschließend vorgetragenen Berichte der weiteren Vorstandskollegen Gerd Magaß (für die Schießgruppe), Jürgen Werken (für die Gruppe „Alte Kameraden“) und Herbert Haselör (für die Jungschützengruppe) verdeutlichte allen noch einmal das recht breit gefächerte Angebot an Betätigungsmöglichkeiten für Mitglieder in der Übacher Bruderschaft.

In der sehr agilen Übacher Schießgruppe engagieren sich 25 Mitglieder und mit fünf Mannschaften nimmt man recht erfolgreich an den jährlichen Rundewettkämpfen des Bezirksverbands Geilenkirchen teil. Die zwölfköpfige Trommlergruppe „Alte Kameraden“ wird nicht nur für eigene Feiern und in der Karnevalszeit, sondern oftmals auch zur Bereicherung privater Feiern in der gesamten Region gerne nachgefragt.

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