Die tollkühnen Männer in ihren rasenden Kisten

Von: Stefan Reiners
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Per Traktor wurden die Seifenkisten in Richtung Startrampe gezogen. Foto: Stefan Reiners

Geilenkirchen-Apweiler. Die St. Petri- und Pauli Schützenbruderschaft lud am vergangenen Wochenende bei allerbestem Wetter zur zehnten Offenen Meisterschaft im Seifenkistenrennen ein. Und es folgten so viele „Rennfahrer“ diesem Ruf, dass die Hauptläufe sich am Samstag über den gesamten Nachmittag erstreckten.

Über 40 selbst gebaute Flitzer waren am Start, liebevoll gestaltet und optisch ebenso wertvoll wie die Teambezeichnungen lustig waren. Da trat der „FC Rotzevoll“ gegen die „Königstiger“ an, ebenso wie „Gas am Fass“ und „Die kleinen Zicken“.

Das zeigt schon, dass der Spaß an der Freud im Vordergrund stand, auch wenn sicher jeder Starter seine Bestzeit fahren wollte. Um das zu erreichen, konnte man auf der Strecke schon am Freitag – nach dem traditionellen Fassanstich – Probe fahren.

Es ging von der eigens dafür in Apweiler errichteten Beschleunigungsrampe wieder die Ederener Straße hinunter, gesäumt und geschützt von (wetterfest verpackten) Strohballen. Am Streckenende galt es nach dem Zieleinlauf bis zur Markierung zum Stehen zu kommen. Sonst drohte eine Zeitstrafe. Auf diese Weise erreichte der Veranstalter, dass das Thema Bremsen ausreichend ernst genommen wurde.

Hochwertige Technik

Überhaupt war das diesjährig von Petrus fast schon zu wohlwollend mit Sonne unterstützte Seifenkistenrennen erneut perfekt organisiert. Hochwertige Zeiterfassungstechnik erlaubte es, auf die Zehntelsekunde genau zu messen. Quer durch alle Altersstufen brauchten die 40 Teilnehmer für die Rennstrecke von 27,46 Sekunden (Schnellster) bis 44,74 Sekunden (Vorsichtigster).

Nach jedem vierten Lauf wurden die Seifenkisten per eigens bereit gestelltem Traktor wieder zum Start gezogen, bevor die Akteure sich erneut in die Tiefe stürzten. Dass dies natürlich zeitintensiv war, störte keineswegs. Kinderbelustigung und Gutes für den Gaumen sorgten am Rande der Wettkämpfe für Kurzweil.

Ein besonderes Lob hatte Mitorganisator Friedhelm Thelen noch für die ganztägig vor Ort vertretenen Helfer vom Roten Kreuz übrig: „Die haben bei dieser Hitze und dem erneut gewachsenen Teilnehmerfeld natürlich alle Hände voll zu tun und haben sogar extra personell aufgestockt“, wusste er das Engagement zu würdigen.

Am Ende belegte bei der größten Altersgruppe, den Schülern, Philipp Frings vom Team „Le Mans Racing“ den ersten Platz. Er war dabei nur zweieinhalb Sekunden langsamer als die Sieger bei den Senioren, Ulrich Gregorius und Gerd Maibaum („Die glorreichen Zwei“). Am schnellsten war die Jugend: Tim Maibaum und Jan Gregorius fuhren als „Rocket Boys“ beide Streckenbestzeit und damit in ihrer Altersklasse auch unangefochten den mit dem Pokal belohnten Sieg ein.

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