Die Straßenlaternen sollen nachts bald wieder leuchten

Von: Stefan Schaum
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Geilenkirchen. Wenn der Bürger nicht im Dunkeln stehen will, dann soll er auch nicht dazu gezwungen werden. Auf diesen Nenner lässt sich bringen, was CDU, FDP und Freie Bürgerliste in der Sitzung des Rates am Mittwoch, 24. Oktober, empfehlen und beschließen wollen: die im Juli begonnene Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung vor Ablauf der halbjährigen Testphase aufzuheben.

Das Licht soll wieder angehen - gespart werden soll andernorts. In einem Gespräch mit unserer Zeitung betonte Bürgermeister Thomas Fiedler am Freitag den Vorrang des Bürgerwillens: „Bislang haben wir im Rathaus gut 1000 Eingaben bekommen. E-Mails, Briefe, Listen mit gesammelten Unterschriften.” Stets hätten sich die Schreiber empört gezeigt, Zustimmung gab es nirgends. Fiedler: „Das bewegt die Leute. Auf jeder Feier, bei jeder Versammlung - überall werde ich darauf angesprochen.”

Ebenso ergeht es Josef-Wilhelm Wolff (Fraktionsvorsitzender CDU), Toska Frohn (Fraktionsvorsitzende FDP) und Johann M. Graf (stellv. Fraktionsvorsitzender Freie Bürgerliste), die sich einig zeigen: Licht an! Toska Frohn: „Wir können das jetzt nicht einfach durchboxen, nur um zu sparen.”

Um rund 70.000 Euro jährlich hätte die Abschaltung der Laternen zwischen Mitternacht und 5 Uhr den Haushalt der Kommune entlasten können. Das könnte nun durch eine Anhebung der Grundsteuer B um etwa zwei Prozent kompensiert werden. Josef-Wilhelm Wolff: „Anhebung klingt immer dramatisch, aber das macht pro Kopf nicht mehr als zwei, drei Euro im Jahr aus. Mir haben schon viele Menschen gesagt, dass ihnen die nächtliche Beleuchtung diesen Betrag wert ist.” Auch Johann M. Graf habe erfahren müssen, „dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen offenbar die objektive Sicherheitslage überwiegt - die Menschen haben einfach Angst im Dunkeln”.

Möglicherweise sei zu rasch abgeschaltet worden, räumt Thomas Fiedler ein. „Man hätte das Thema mehr zur Debatte stellen und gute Erfahrungen schildern können, die andere Kommunen mit der Abschaltung gemacht haben.”

Beobachtet werden soll unabhängig von der aktuellen Entwicklung der Einsatz von LED-Technik. Fiedler: „Wir gehen ganz besonnen an das Thema ran und prüfen alle Möglichkeiten.” Noch stimme das Preis-Leistungsverhältnis nicht. „Das kann 2014 aber schon wieder anders sein.”
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