Übach-Palenberg - Die schnellsten Brieftauben kommen aus Übach-Palenberg

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Die schnellsten Brieftauben kommen aus Übach-Palenberg

Von: akf
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Karl-Josef Plum (l.) und Rolf Seifert mit ihren erfolgreichen Tauben und stolz darauf, Ubach-Palenberg zu einer festen Größe im Taubensport gemacht zu haben. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Fachleute staunten, die Laien wunderten sich: Die schnellsten Brieftauben Deutschlands kommen aus Übach-Palenberg! Sie benötigten jetzt für eine Distanz von knapp 900 Kilometern elf Stunden und 58 Minuten, was einer Fluggeschwindigkeit von 1251 Meter pro Minute entspricht.

Das dokumentierte nun der internationale Preisflug ab Narbonne im Süden Frankreichs, Département Aude.

Das Frelenberger Duo Karl-Josef Plum und Rolf Seifert vom Brieftaubenzuchtverein „01301 Kehre wieder” düpierte die deutsche Weitstreckenelite des Taubensports in der Nationalwertung, belegte gleich die ersten drei Plätze.

Verkappte Spezialisten

Sensationell der Sieg der beiden Liebhaber - und regelrecht sprachlos die Experten. Dies, weil zum einen die Schläge Karl-Heinz Plum und Rolf Seifert keine ausgemachten Weitstreckenspezialisten sind und zum anderen der Dreifach-Erfolg nicht mit eigens für derartige Entfernungen trainierten, sondern mit sogenannten „Programm”-Tauben erzielt wurde.

„Gut lachen” auf dem Flug ab Narbonne hatten beide, vor allem aber Karl-Josef Plum, denn er wurde sowohl Nationalsieger als auch Erster in der Zone 2 ab 850 bis 940 Kilometer.

Die positive Bilanz des Züchters, der dennoch die Weitstreckentradition innerhalb der Familie fortsetzt, wird dadurch vervollständigt, dass er mit drei von vier eingesetzten Tauben in die Preisränge kam.

Regelrecht „Überflieger” war Klubkamerad Rolf Seifert. Der eher Unerfahrene in der Weitstreckenszene spielte in der Eliteklasse eine sensationelle Tour.

In der Nationalwertung belegte er die Plätze zwei und sieben, in der Wertung der Entfernungszone 2 gab es für ihn eine hundertprozentige Erfolgsquote. Alle drei gesetzten Flieger kamen mit Rang 2, 6 und 17 unter die ersten 20 Preisränge.

An dem internationalen Preisflug ab Narbonne am Canal de la Robine nahmen insgesamt 14.457 Tauben teil, davon 1365 von 148 Züchtern aus Deutschland. Aus metereologischen Gründen wurde der Riesenpulk um 7.10 Uhr aufgelassen.

Entsprechend der Witterung gestaltete sich das Ergebnis, denn unter den ersten 100 Preisen international waren keine deutschen Tauben vertreten.

Das spiegelte sich auch in der nationalen Liste wider, verzeichneten die kürzeren Entfernungen doch wesentlich niedrigere Fluggeschwindigkeiten.

Auf nationaler Ebene des deutschen Brieftaubenverbandes schnitten, wie erwähnt, Karl-Josef Plum und Rolf Seifert vom BZV „Kehre wieder” in Frelenberg überragend ab. Um 19.53 Uhr, als sich die Tauben der Konkurrenten teils noch hoch in der Luft befanden, war für sie das Konstatieren in ihren Schlägen bereits beendet.

Fast eineinhalb Stunden später hinter der Siegertaube hatte die Viertplatzierte Gisela Peters aus Moers vom Klub „01739” um 20.24 Uhr ihren ersten Flieger im Schlag.

Plum und Seifert zeigten ein beeindruckendes Wechselspiel: Die Siegertaube von Karl-Josef Plum hatte die 898 km-Distanz um 19.08 Uhr beendet, um 19.21 Uhr gab Rolf Seifert seine erste Meldung ab, um 19.30 Uhr meldete sich wieder Karl-Josef Plum, um 19.37 Uhr war erneut Seifert am Zug.

Und nachdem er um 19.53 Uhr seine dritte und letzte Taube konstatiert hatte, verfolgte er die weiteren Ankünfte bei seinen Klubkameraden Karl-Josef und Karl-Heinz Plum an der Hasenbuschstraße. Alle drei konnten sich an diesem schönen Abend genüsslich zurücklehnen: Die Konkurrenz war noch längst nicht zu Hause.

Der Höhepunkt der Saison für die Übach-Palenberger Erfolgszüchter steht nun mit der Siegerehrung, im Februar 2010 in Euskirchen, ins Haus.
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