Die Schneekönigin: Eine fantastische Nacht im ewigen Eis

Von: Markus Bienwald
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Wenn es mal etwas bunter und fantasievoller zugehen soll, ist ein Besuch im „Theater Traumkarussell“ mit der Produktion „Die Schneekönigin“ genau das Richtige. Foto: Markus Bienwald
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Louiza wird von der eisigen Schneekönigin gefangen genommen.

Übach-Palenberg. Eigentlich ist alles genau so, wie Louiza es sich vorgestellt hat: Am Abend vor dem Weihnachtsfest lädt sie ihre Freunde ein, es soll ein ausgelassenes Beisammensein im festlichen Rahmen werden. Doch als ein ziemlich zerfleddertes Buch in der Ecke aufgeschlagen wird, ändert sich für die Mädels alles.

Ein Flüstern, ein Raunen erwacht, erzählt von unbekannten Welten und lässt plötzlich einen eisigen Wind durch den Raum fegen. Alles erstarrt zu Eis in dieser besonderen Nacht, von der die jüngste Produktion im „Theater Traumkarussell“ handelt.

Theaterchefin Ingrid Heinze, Trägerin des Übach-Palenberger Kunst- und Kulturpreises, hat sich mit ihrer Tanz-Compagnie ein magisches Stück einfallen lassen, das den Zauber des Winters auf eine ganz neue Art und Weise auf die Bühne bringt. Durch die besondere Anlage des Theaters an der Kirchstraße in Palenberg werden die Gäste nicht nur Zeuge des beeindruckenden Schauspiels. Sie werden durch die Möglichkeit für die Mitwirkenden, auch hinter den Besuchern aufzutauchen und ihren Weg in Windeseile zur Bühne zu beschreiten, zum Teil des Gezeigten, zum Teil der Magie traumhaften Theaters.

„Ich hab das Stück selbst verfasst“, sagt Ingrid Heinze, während unsere Zeitung bei den auf Hochtouren laufenden Probenarbeiten einmal Mäuschen spielen darf. Da fliegen die charmanten Damen über die Bühne, dass es nur so eine Freude ist, da wird getanzt, was die Schuhe hergeben und die Choreographie vorschreibt. Mit traumwandlerischer Sicherheit wird erzählt, warum die Magie des Live-Theaters niemals vom Geschichtenerzählen auf dem Bildschirm übertroffen werden kann.

Denn alle Dynamik, die dem Tanz und dem Schauspiel innewohnt, all das Drama, die Höhen und auch Tiefen, von denen die „Schneekönigin“ erzählt, werden nur live betrachtet richtig intensiv. Und wer die Produktionen von Ingrid Heinze kennt, der weiß, dass es gerne mal etwas greller sein darf: bei den Kostümen, beim Licht, beim Tanz, bei der Musik und bei den Emotionen, die hier eins zu eins transportiert werden.

„Ich will Leidenschaft“, ruft sie ihren Mädels auf der Bühne zu, und die legen gerne noch eine Schippe nach und machen so sicherlich auch aus der „Schneekönigin“ ein weiteres Kapitel lokale Theatergeschichte. Ob die Geschichte zum Schluss ein gutes Ende findet, das mögen die Besucher selbst herausfinden. In jedem Fall wird es so sein, dass die Gäste wie auch Louiza und ihre Freundinnen auf der Bühne diese zauberhafte, fantasievolle und bunte Nacht im Eis nie vergessen werden.

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