Die Ruinen sind fort, das neue Bad entsteht

Von: Katrin Fuhrmann und Annika Wunsch
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Noch ist von dem neuen Hallenbad nichts zu sehen. Doch die Bauarbeiten haben bereits vor einigen Wochen begonnen. Das neue Hallenbad mit 25-Meter-Becken, Sprungbrett und Liegewiese bietet Platz für bis zu 1000 Personen. Foto: Katrin Fuhrmann
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Symbolischer Spatenstich: Projektsteuerer Wilhelm Brand, Andreas Eickhoff, Amtsleiter Stadtbetrieb, Markus Mönter, Technischer Beigeordneter, Generalplaner Heinrich Blass, Bürgermeister Thomas Fiedler und Bauleiter Carsten Conrad (v.l.) freuen sich auf den Bau des neuen Hallenbades. Foto: Katrin Fuhrmann

Geilenkirchen. Gearbeitet wird in der Pestalozzistraße schon seit geraumer Zeit, denn bevor die Bauarbeiten für das neue Hallenbad beginnen konnten, mussten ja die Ruinen des alten beseitigt werden. Weil das so gut wie geschafft ist, konnte der Neubau am Mittwoch mit einem symbolischen ersten Spatenstich begonnen werden.

Der voraussichtliche Eröffnungstermin ist laut Bürgermeister Thomas Fiedler im Frühjahr 2017.

Im April 2013 war die Sauna des Geilenkirchener Schwimmbades in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte auch mit Großaufgebot nicht verhindern, dass sich das Feuer auf das komplette Gebäude ausbreitete. Die Folge: Das Hallenbad brannte bis zu den Grundmauern ab. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Anderthalb Jahre danach sind die Planungsarbeiten beendet und der Bau bereits in vollem Gang. Hinter den Verantwortlichen liegt eine lange Zeit der Planung. Im Vorfeld habe es viele Gespräche mit Politik und Verwaltung gegeben, so Fiedler. Auch die Bürger hatten die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge für das neue Schwimmbad einzubringen, damit auch ihre Bedürfnisse in die Planung einfließen.

Geplant sind nun ein 25 Meter langes Becken mit fünf Bahnen, ein Dreimeter-Sprungturm, ein Einmeterbrett, ein flacheres Multifunktionsbecken für den Schwimmuntericht und andere Sportkurse sowie ein Kleinkinderbecken. Zudem wird es rund 240 Schließfächer und 20 Duschen geben. Diese große Anzahl mache es möglich, dass an einem Tag mit viel Andrang bis zu 1000 Besucher das Schwimmbad nutzen könnten. Auf eine Sauna und ein Restaurant müssen die Geilenkirchener jedoch in Zukunft verzichten. „Bei der Planung haben wir darauf geachtet, dass die Kosten möglichst sachgerecht und angemessen sind“, so Fiedler.

Ein Thermalbad beispielsweise hätte den Rahmen gesprengt, denn der Stadt standen „nur“ 7,65 Millionen Euro zur Verfügung. Man arbeite mit aller Kraft daran, den Kostenrahmen einzuhalten, verspricht Markus Mönter, Technischer Beigeordneter. An einer anderen Stelle wurde jedoch nicht gespart: Das neue Gebäude wird absolut behindertengerecht sein.

In der Planung habe man Wert darauf gelegt, auf alle möglichen Einschränkungen der Besucher Rücksicht zu nehmen. Außerdem ist ein Bürgerhaus in Planung, das die Aufgaben des Vereinsheims übernehmen soll. Die neu entstandene Fläche zwischen der unbeschädigten Turnhalle und dem neuen Hallenbad werde in Zukunft für das Vereinsleben genutzt.

Außerhalb der Schwimmhalle soll zudem eine Liegewiese verwirklicht werden. Die komplett verglaste Südseite des Gebäudes kann im Sommer geöffnet werden – die Besucher gelangen dann direkt vom Schwimmbecken nach draußen. Im Winter sorgt das dreifach isolierte Glas für ausreichend Wärme. Zudem spart diese Bauweise Energiekosten.

Abgesehen von den Abbrucharbeiten, die aufgrund der Brandschäden etwas problematisch gewesen seien, sind die Bauleiter bis jetzt mit den Arbeiten zufrieden. Die geschätzten Abbruchkosten seien unterschritten, 40 Prozent aller Bauleistungen schon vergeben und die geplanten Zeiträume eingehalten worden. Letzteres liege vor allem daran, dass beim Abriss keine weiteren chemischen Schadstoffe gefunden worden seien. Andernfalls hätte sich der Bau nämlich verzögern können. Nun werden voraussichtlich bis März 2017 die Bauarbeiten laufen. Zwei große Kräne kommen zum Einsatz und zeitweise, so schätzt Generalplaner und Architekt Heinrich Blass, würden bis zu 50 Personen gleichzeitig an der Baustelle arbeiten.

„Das Hallenbad ist mein letzter Meilenstein“, sagte am Mittwoch Bürgermeister Fiedler an den zukünftigen Bürgermeister Georg Schmitz gewandt. Dieser wird sein Amt am 21. Oktober antreten. Fiedler fügte hinzu: „Georg, du musst dir im Februar unbedingt eine neue Badehose kaufen, damit du bei der Eröffnung ins Wasser springen kannst.“ Und wie man den zukünftigen Bürgermeister kennt, wird er sich das vermutlich auch nicht nehmen lassen.

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