Übach-Palenberg/Geilenkirchen - Die Lions lassen den Kochlöffel kreisen

Die Lions lassen den Kochlöffel kreisen

Von: Markus Bienwald
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Das Club-Motto „We Serve“ – wie dienen – nahmen Wilhelm-Josef Wolff, Irmgard Treuling, Annemarie Latten, Theo Owczarski und Thomas Pennartz (v.l.) wörtlich. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg/Geilenkirchen. Ein reich gedeckter Tisch lud am Samstagabend ein, um für den guten Zweck herrlich zu speisen. Doch das Charity-Dinner des Lions-Clubs Übach-Palenberg/Geilenkirchen hatte noch viel mehr zu bieten als gutes Essen und das gute Gefühl, etwas Gutes zu tun.

Denn die rund 40 in der Küche und im Carolus-Magnus-Centrum (CMC) Aktiven schwingen größtenteils in ihrem beruflichen Leben weder den Kochlöffel noch bedienen sie den den lieben, langen Abend Gäste beim wohlverdienten Samstagsdiner. Vielmehr handelte es sich um die Mitglieder des Lions-Clubs und ihre Partner, die sich selbst in weiße Hemden, Blusen und schwarze Schürzen wandeten, um den ganzen Abend dem Club-Motto „we serve“ – wir dienen – die wörtliche Bedeutung zu geben.

Kleinere Kollateralschäden wie Muskelkater nahmen sie gerne hin. „Einige haben aber schon ganz schön schmerzende Beine“, merkte Clubvertreter Theo Owczarski am Sonntag danach an. Für diejenigen, die an den schon am Freitag fein eingedeckten Tischen Platz nahmen, bot das Menü ausgesuchte Köstlichkeiten wie Kalbs-Tafelspitz mit Kapern-Vinaigrette, eine Möhren-Ingwer-Suppe mit Jakobsmuschel-Gamba-Spieß oder Rinderfilet vom irischen Weideochsen in Portwein-Jus. Das Essen wurde natürlich nicht beim nächstbesten Caterer geordert, sondern komplett selbst gekocht.

Dafür hatten die Lions-Vertreter unter anderem ihren eigenen Chefkoch Michael Bähr engagiert, der sich in der Küche mächtig ins Zeug legte und mit seiner Mannschaft echte Leckerbissen zauberte. Dass seine extra mit den schwarzen Chefkochknöpfen versehene Jacke dabei ein wenig litt, nahm er mit Humor. „Ich habe Stunden damit zugebracht, mir die einzelnen Flecken fein selbst aufzumalen“, meinte er augenzwinkernd, nachdem die Schlacht in der Küche gewonnen war.

So locker wie er die Flecken nahm, so entspannt war auch die Atmosphäre im wunderbar herausgeputzten CMC. Hier standen entspanntes Genießen, miteinander plaudern und natürlich auch der ein oder andere edle Tropfen auf dem Programm.

Die schenkte am Entree, das sich im eigens für die Veranstaltung geöffneten früheren Hauptportal des ehemaligen Zechenverwaltungsgebäudes befand, auch der amtierende Lions-Präsident Thomas Pennartz selbst ein. „Wir freuen uns über die tolle Resonanz“, sagte er, bevor die nächste Flasche entkorkt wurde und der fein schäumende Inhalt die Gaumen erfreute.

Verstärkt wurde die Mannschaft der Lions aus Geilenkirchen und Übach-Palenberg übrigens noch durch Clubfreunde aus Herzogenrath, Selfkant und Heinsberg, die sich gerne in den Dienst der guten Sache stellten. Und am Tag danach waren die Gesichter der Helfer zwar ein wenig müde, aber sehr entspannt, denn Thomas Pennartz konnte einen tollen Betrag für den guten Zweck verkünden. „Insgesamt kamen 7715 Euro an Spenden zusammen“, sagte er und schloss in den Dank an das Team natürlich auch die rund 120 Gäste ein, ohne die eine solche Spende nicht möglich gewesen wäre.

Der Empfänger passte gut zum Motto des Abends, denn die Übach-Palenberger Tafel, die ja in der ganzen Region die erste war und mittlerweile bis in den Selfkant aktiv ist, war natürlich auch zu Gast. Und ganz nebenbei durften die Aktiven der Tafel sich überzeugen, dass es sich bei den Lions keineswegs um eine elitäre Truppe handelt. Wer von sich behauptet zu dienen, sollte das schließlich auch nicht sein. Aber darüber brauchte sich keiner, der am Samstag zu Gast war, den Kopf zu zerbrechen.

Das galt auch für den folgenden Sonntag, an dem die versammelte Mannschaft schon früh wieder im CMC war, um die Tische erneut einzudecken. „Wir haben natürlich auch die Kunden der Tafel eingeladen, damit sie uns bei einem Sonntagsbrunch mal kennenlernen können“, so Thomas Pennartz.

Das Ganze war natürlich kostenlos und es freute Kunden wie auch die vielen Ehrenamtler der Tafel, dass sie der Mittelpunkt des Interesses waren und einmal herrlich – tafeln – durften.

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