„Die Linke” gründet Ortsverband in Geilenkirchen

Von: Georg Schmitz
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Der Vorstand des neuen Ortsverbandes Geilenkirchen der „Linken”: Rene Müller, Silke Müller und Friedel Kusche (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In Geilenkirchen hat sich die „Die Linke” gegründet. Den bestehenden fünf Parteien will der Ortsverband bei den Kommunalwahlen ein paar Prozent abjagen.

Versammlungsleiter Jürgen Löwenberg verkündete im „Caf Fleur” nach einer kurzen Begrüßung die Gründung des Ortsverbandes Geilenkirchen. Bei mehreren Stammtischen habe man sich im Vorfeld für eine „Linke” im Städtchen entschieden. Ohne Gegenstimmen wurden auch die vorgeschlagen Kandidaten gewählt: Sprecherin Silke Müller, stellvertretender Sprecher Friedel Kusche und Geschäftsführer Rene Müller. Linken-Mitglied Manfred Mingers stellte die kommunalpolitischen Eckpunkte des Ortsverbandes vor.

„19 Jahre haben die Arbeitnehmer Verluste beim Realeinkommen hinnehmen müssen”, begann Mingers. Es habe sich für weite Kreise der Bevölkerung eine negative Entwicklung eingestellt, die Armut habe zu genommen.

Diese Tendenz werde an der Zunahme der Tafeln sichtbar, die in fast jeder Gemeinde und Stadt eingerichtete werden mussten um der armen Bevölkerung mit benötigten Lebensmitteln zu helfen. „In letzter Zeit ist die Linke in Geilenkirchen aufgeblüht”, sagte Manfred Mingers.

Diese habe sich auch auf die Fahne geschrieben den Prozess der Verarmung zu stoppen. Vielen Menschen stünde kein Konto zur Verfügung, dass müsse sich ändern. „Wir können natürlich nicht die Arbeit der Verwaltung übernehmen”, machte Mingers klar. Aber die Linke wolle Transparenz schaffen.

Außerdem müsse eine respektvolle Behandlung der Bürger durch die Verwaltung sicher gestellt werden. Für jedes Kind müsse es ein warmes Mittagessen geben, auch Schulbücher müssten zur Verfügung gestellt werden.

Die Linke werde in den nächsten Tagen und Wochen Info-Blätter an einkommensschwache Familien verteilen und Hilfe und Beratung anbieten.

Dafür müsse eine kostenlose rechtliche Beratung einkommensschwacher Schichten organisiert werden. Die Linke habe bereits Kontakt mit einem Anwalt aufgenommen, der betroffenen Bürgern bei Problemen mit dem Amt, der ARGE für Arbeitslosengeld-II-Empfänger, mit der Mietwohnung oder beim Kindergeld helfe.

Die Aufgabe eines Ortsverbandes und einer Ratsfraktion könne nur darin bestehen, als Sprachrohr für eine Politik zu fungieren, die im Interesse der benachteiligten Gruppen ausgeübt werde.

Mingers: „Hätte jemand vor zehn Jahren gesagt, in kurzer Zeit werden Menschen in einer „Tafel” ihren Lebensmittelunterhalt sichern müssen, der wäre glatt für verrückt erklärt worden”. Nur strukturelle und konkrete Anstrengungen der Bürgerinnen und Bürger könnten diese unglaubliche Entwicklung in einem der reichsten Länder der Erde stoppen, beziehungsweise umkehren. Dafür stehe die Linke ein.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt entwickelte sich eine kurze Diskussion über einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten.

Darüber könne die Linke ihre Politik in die Bevölkerung hinein tragen und komme mit den Bürgern ins Gespräch, hieß es.

Eine weitere Alternative sei es, den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der Oppositionsparteien SPD, FDP, Grüne und Freie Bürgerliste, Thomas Fiedler, zu unterstützen. Beim nächsten Stammtisch im Februar will der neue Ortsverband das Thema eingehend beraten.
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