Geilenkirchen-Bauchem - Die letzte Messe in St. Josef

Die letzte Messe in St. Josef

Von: Andrea Schever
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Vor der Kulisse von Sankt Josef feierte die Gemeinde ein letztes Mal gemeinsam Gottesdienst. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Bauchem. In den vergangenen Jahren hatte die Pfarrgemeinde immer wieder Glück mit ihrer Open-Air-Messe. Das Wetter ließ die Veranstaltung nie wirklich ins Wasser fallen. Am Wochenende schien es knapp zu werden für die diesjährige Auflage, doch die Stimmung hielt dem Wetter stand.

Pfarrer Peter Frisch begrüßte alle, die sich auch nach dem Blick in den Himmel auf den Weg nach Bauchem gemacht hatten. Gemeinsam feierten sie dort den traditionellen Familiengottesdienst zum Ferienabschluss. So freudig die Gemeinde an Sankt Josef zusammengetreten war, war der letzte Gottesdienst jedoch „nicht ohne Anklage, Wehmut und tiefes Bedauern“. Denn es war die letzte Messe, die Sankt Josef beherbergte. Die sanierungsbedürftige Kirche wird abgerissen, ein Sozialzentrum mit Pflege- und Wohnmöglichkeiten soll dort entstehen.

Dennoch betonte Pfarrer Frisch, wie freudvoll das Feiern einer ersten gemeinsamen Messe nach den Sommerferien sei, in der wieder Kraft geschöpft werden könne für den Alltag, der ebenfalls immer vom Gegensatz aus Freude und schweren Momenten erfüllt sei. In der Lesung wurde aufgezeigt, wie man aus den heiteren, entspannten Sommer- beziehungsweise Urlaubstagen angenehme Erinnerungen für die dunklen, tristen Winter- oder eben „All-Tage“ mitnehmen könne. Sich im hektischen Schul- und Arbeitsleben einen Moment Ruhe zu gönnen und Kraft aus „konservierter“ Erholung in Form von Erinnerungen zu ziehen, sei ebenso wichtig wie das Arbeiten selbst.

Die rund 170 Gläubigen auf dem Innenhof an Sankt Josef hatten das Glück, ihre mitgebrachten Regenschirme während der Messe nur wenig nutzen zu müssen. Allerdings änderte sich dies mit dem Schlusslied. Während sich der Regen über die Besucher ergoss, baten die Gäste singend „Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus“. Helfen konnten in diesem Moment aber doch nur die eigenen Regenschirme, um den kurzen Schauer zu überstehen.

Im Anschluss an die Messe blieben Jung und Alt noch eine Weile, um bei einem Getränk zu reden, Abschied von Sankt Josef zu nehmen oder um am Feuer Stockbrot zu backen, was ebenfalls zur Tradition gehört.

Im Rahmen der Messfeier dankten zudem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen Gott für 125-jähriges Bestehen. Ebenfalls Abschied von Sankt Josef nahmen die Schützenbruderschaft Sankt Josef Bauchem und das Trommler- und Pfeiferkorps 1921 Bauchem, das die Messfeier musikalisch unterstützte.

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