Die lange Ära des Oberst Mack geht zu Ende

Von: Georg Schmitz
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Generalmajor Dieter Naskrent (r.) und Brigadegeneral Burkhardt Pototzky (l.) verabschiedeten Oberst Reinhard Mack (2.v.l.) und hießen seinen Nachfolger Werner Nemetschek beim Nato E-3A-Verband willkommen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Beim Awacs-Verband ging die Ära Oberst Reinhard Mack zu Ende, Oberst Werner Nemetschek übernahm am Donnerstag sämtliche Aufgaben und Funktionen seines Vorgängers.

Zu Ehren des scheidenden langjährigen Flughafenkommandeurs und Kommandeurs des Unterstützungseinheit mit all seinen angegliederten Abteilungen, des Dienstältesten Deutschen Offiziers (DDO) sowie Befehlshabers über das Deutsche Kontingent beim Nato E-3A-Verband in Teveren war viel Prominenz aus Militär und dem gesellschaftlichen Leben, darunter zahlreiche Weggefährten, zur Verabschiedung des beliebten Oberst in den Hangar II gekommen. Mit dabei auch die beiden Bürgermeister aus Gangelt, Bernhard Tholen, und Geilenkirchen, Thomas Fiedler, sowie die Generalmajore Dieter Naskrent und Stephen D. Schmidt.

„Ich bin erfreut, so viele Menschen hier zu sehen, um der Verabschiedung unseres Kommandeurs, Kollegen und guten Freundes, Oberst Reinhard Mack, beizuwohnen und seinen Nachfolger Oberst Werner Nemetschek willkommen zu heißen”, eröffnete der Kommandeur des Nato E-3A Verbandes, Brigadegeneral Burkhardt Pototzky, den Reigen der Ansprachen. Pototzky verwies auf die achtjährige, außergewöhnliche lange Verwendung von Oberst Reinhard Mack beim Awacs-Verband.

Normalerweise sei nach etwa drei Jahren ein Wechsel fällig. „Die heutige Zeremonie markiert das Ende einer Ära, der Ära Oberst Reinhard Mack”, sagte der Brigadegeneral. Pototzky blickte auf den beruflichen Werdegang von Mack, der bis heute über 4500 Flugstunden als Pilot abgeleistet habe, vornehmlich mit Phantom, MIG 29, E-3A und TCA. Seine Zeit beim Militär beinhaltete fünf Kommandos in Deutschland und Italien, zuletzt beim Awacs-Verband. Oberst Mack sei einer der wenigen Verbandsangehörigen gewesen, der rund um den Globus geflogen ist.

„Aber eine seiner herausragenden Fähigkeiten war die Tatsache, dass er stets den Respekt der Menschen gewonnen hat, indem er sich immer bis zum Äußersten für sie einsetzte”, lobte Pototzky. Oberst Reinhard Mack habe Verantwortung für 300 militärische und zivile Angehörige aus 15 Nato-Nationen getragen, außerdem sei er als DDO in den vergangenen Jahren verantwortlich gewesen für 800 Soldaten und ihre Familien.

Der Awacs-Kommandeur wünschte zum Schluss Reinhard Mack viel Glück für seine neue Verwendung als Pensionär.

Brigadegeneral Burkhardt Pototzky hieß dann mit Oberst Werner Nemetschek den Nachfolger von Mack willkommen. Nemetschek habe Geilenkirchen bereits 1973 kennengelernt, als er eine Vollausbildung als Funkschreiber beim Raketen Artillerie Bataillon absolvierte. Nach einem Studium an der Uni der Bundeswehr in München mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann führten ihn verschiedene Verwendungen in die USA, nach Hamburg, Lechfeld, Vincenza/Italien und Nörvenich.

Von London nach Geilenkirchen

Drei Jahre lang war Nemetschek Militärattache in London, wechselte als Referatsleiter zum Bundesverteidigungsministerium und kommt nun direkt vom „Royal College of Defence Studies” in London nach Geilenkirchen. Nemetschek verfüge über 2200 Stunden Flugerfahrung mit T-37, T-38, Starfighter, Alpha Jet und Tornado. Der scheidende Oberst Mack richtete ein paar Worte an die Gäste, bevor das Musikkorps der Bundeswehr aus Fürstenfeldbruck ihm mit „Time to say goodbye” einen speziellen Musikwunsch erfüllte.

Während Brigadegeneral Burkhardt Pototzky das Kommando über die Unterstützungseinheit von Mack auf Nemetschek übertrug, übergab der Kommandeur der 1. Luftwaffendivision Fürstenfeldbruck, Generalmajor Dieter Naskrent, das Kommando über das Deutschen Kontingent von Mack an Nemetschek und entband den Scheidenden von all seinen Pflichten als DDO. „Schenken Sie ihrem neuen Kommandeur Ihr Vertrauen”, warb Generalmajor Dieter Naskrent für Nemetschek. Letzterer ließ wissen, dass er sich auf seine neue Aufgabe beim Nato E-3A Verband in Geilenkirchen freue, bevor das Musikkorps der Bundeswehr mit „Flieger, grüß mir die Sonne” und der deutschen Nationalhymne den musikalischen Schlusspunkt setzte.

Im Offiziersclub händigte Generalmajor Naskrent Reinhard Mack noch seine Entlassungsurkunde aus.

„Es ist wirklich schwer, ihn gehen zu lassen”, schickte Brigadegeneral Pototzky nach. „Reinhard Mack hat immer mit seinem ganzen Herzen für das Wohl des Verbandes und dessen Angehörigen gearbeitet.”
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