Die Kräuterweihe lässt sich kein Pfarrer entgehen

Von: hama
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Immer wieder ein prächtiges Bild: Die Kräuterweihe an der Kapelle in Vinteln zieht Jahr für Jahr viele Besucher an.

Gangelt-Vinteln. Die Mitglieder der acht Pfarren der Gangelter Weggemeinschaft feierten zum 27. Male das Fest „Mariä Himmelfahrt“ in der Vintelner Feldflur. Drei prächtige Eichen spendeten der Kapelle aus den 1890-er Jahren und den zahlreichen Besuchern Schatten.

Wie so oft in den Vorjahren lässt es sich keiner der Pfarrer, die entweder ihren Dienst in der Weggemeinschaft tun oder gerade zufällig im Lande sind, nehmen, bei diesem wunderbaren Fest dabei zu sein. Vor der „Stammmannschaft“ war eigentlich nur Pastor Andreas Krieg da. Pastor Wenzel ließ herzlich Grüße aus Schottland übermitteln, wo, so war es zu hören, das Wetter nicht halb so gut war, wie diesem Abend in Vinteln.

Pastor Paul Li machte wieder einmal Station in Gangelt, Pater Christoph (Rainer Jansen), als Missionar in Sumatra tätig, war in Langbroich auf Heimaturlaub und aus dem nahen Heinsberg schaute Pastor Rene Mertens vorbei. Auch Gottfried Maria Graaff, der im vergangenen Jahr mit Pfarrer Rolf Hannig als Leiter die Gemeinschaft Gangelter Pfarrgemeinden nach 15 Jahre verlassen hatte, war dabei. Er übermittelte Grüße vom Kollegen Hannig und konnte berichten, dass es ihm nach gesundheitlichen Problemen wieder deutlich besser gehe.

„Der Himmel ist auch unser Ziel“, umschrieb Pastor Paul Li die Sinnhaftigkeit des Festes und spannte einen weiten Bogen vom Leben und Wirken des Einzelnen bis hin zu „Mariä Himmelfahrt“. Viele Kräuterweihe-Profis bringen wunderschön gebundene Kräutersträuße, die im heimischen Garten oder am Wegesrand gepflückt wurden, selber mit. Für die, die keinen Strauß haben, war eine Gruppe Damen aus den Frauengemeinschaften aktiv und bot die Gebinde an. Entsprechend lange dauert es, bis die Geistlichkeit dafür gesorgt hat, dass jeder Strauss zumindest ein Tröpfchen Weihwasser beim segnen abbekommen hat.

Während der zunehmende Wind mit den Fahnen an der Kapelle und den Gewändern die Priester spielte, sorgten die Kevelaermusiker wieder für den richtigen Ton bei den zahlreichen Marienliedern. Aus allen vier Himmelsrichtungen führen Feldwege zum Ort der Feier. Dieses Motiv griff Pfarrer Andreas Krieg in seiner Predigt auf und erinnerte daran, dass Maria sich schwanger auf zu Elisabeth machte, „denn sie wollte nicht alleine sein!“ Besser konnte man die Gemeinschaft dieses Abends wohl nicht umschreiben.

Bei aller Freude an der Gemeinschaft im Gebet warten die Gläubigen alljährlich darauf, dass Landwirt Ernst Horrichs vor dem Schlusslied die Versammelten zu einem kleinen Umtrunk auf den Hof seiner Familie einlädt. In feiner Geselligkeit einen der herrlichen Liköre Marke Eigenbau zu schlürfen – das hat doch was an so einem Sommerabend.

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