Geilenkirchen - Die Kommunen müssen ihre Turnhallen überprüfen

Die Kommunen müssen ihre Turnhallen überprüfen

Von: hau/jpm
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In den 1970er-Jahren wurde an Bochumer Turnhallen gepfuscht. Weil die damalige Bauweise weit verbreitet ist, werden nun in ganz NRW reihenweise Turnhallen überprüft. Die hiesigen Kommunen gehen aber davon aus, dass keine Mängel festgestellt werden. Hier im Bild: Die Turnhalle des Übach-Palenberger Schulzentrums.

Geilenkirchen. Die Behörden in Bochum haben Alarm geschlagen und 34 ihrer Turnhallen gesperrt. Ursache der Schäden in Bochum ist wohl Baupfusch. Die Sperrung ist „ab sofort“ in Kraft getreten, sie gilt „bis auf Weiteres“. Befürchtet wird von den Verantwortlichen, dass Teile der Deckenverkleidung zu Boden stürzen könnten.

Das dortige Gebäudemanagement hat die Warnung an alle anderen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW weitergegeben, die ihrerseits nun die in Frage kommenden Objekte überprüfen lassen. Dies sorgt nun auch in den Kommunen des Kreises Heinsberg für einigen Aufwand.

Die Stadt Übach-Palenberg geht damit so um, dass sie zunächst alle Hallen von einem Statiker hat begehen lassen. Am heutigen Tage soll ein vorläufiger Prüfungsbericht vorgelegt werden. Der Erste Beigeordnete Helmut Mainz betont, dass die Bauweise, die in Bochum für Probleme sorgt, nach bisherigem Kenntnisstand in Übach-Palenberg nirgends zum Einsatz gekommen sei. Dennoch würden voraussichtlich zwei von sieben Hallen noch einer genaueren Prüfung unterzogen.

In Bochum geht es um Sporthallen aus den 1970er-Jahren, wie sie auch in vielen anderen Städten errichtet wurden. Dabei verbaut wurden sogenannte Holzwolle-Leichtbauplatten, die aus langfaseriger Holzwolle und Bindemitteln auf mineralischer Grundlage bestehen. Sie kommen zum Einsatz als verputzbare Dämmplatten im Innen- und Außenbereich. Umgangssprachlich werden sie aufgrund ihres Aussehens auch als „Sauerkrautplatten“ bezeichnet. Und diese sind in Bochum in den 1970er-Jahren offenbar unsachgemäß angebracht worden.

Die Stadt Geilenkirchen wird nur drei ihrer Hallen überprüfen, nämlich die der Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen sowie die in Immendorf und in Würm. Laut dem Technischen Beigeordneten Markus Mönter kann für sämtliche anderen Hallen aufgrund der Aktenlage kategorisch ausgeschlossen werden, dass die beschriebenen Mängel vorliegen – entweder, weil sie irgendwann saniert, oder aber, weil sie bereits aus anderen Gründen überprüft worden seien.

Im Übrigen teile der Städte- und Gemeindebund die Auffassung, dass nicht sämtliche Hallen zu prüfen sind. Von einer Sperrung der drei Hallen, so Mönter, gehe man nicht aus. Auch Gangelt wird vier Hallen überprüfen, zwei davon in Gangelt selbst sowie je eine in Breberen und in Birgden. Wie Bürgermeister Bernhard Tholen mitteilt, rechnet man auch hier weder mit vorübergehenden Sperrungen noch damit, dass sich aus den Überprüfungen Handlungsbedarf ergibt.

Die Kommunen sind angehalten, die Prüfungen bis zum 25. August abzuschließen.

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