Die kleinste Karnevalshochburg der Welt

Von: Karl-Heinz Hamacher
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31 Wagen und Fußgruppen mit rund 2500 Jecken erweckten den Zug der KG „Langbröker dicke Flaa“ zum Leben. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Lustig, fröhlich und vor allen Dingen bunt: Diese Bescheibung traf auf praktisch alle Narrenen zu, die es nach Langbroich gezogen hatte. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Langbroich. 31 Wagen und Fußgruppen mit rund 2500 Karnevalsjecken bildeten einen wunderbaren Rahmen beim Umzug der KG „Langbröker dicke Flaa“, der am Karnevalssamstag bei einem frischen Nordwind stattfand. Dass die beiden Dörfer Harzelt und Langbroich eigentlich zu kurz für die große Spaßkolonne sind, merkte man daran, dass die ersten Wagen schon wieder an der Kirche Halt machten, bevor der Prinzenwagen mit Roman und Andrea von der gastgebenden Gesellschaft, der traditionell als letzter startet, ins Geschehen eingriff.

Zusammen mit „Bauchem sitzt in Alcatraz“ stellten die Römer aus Waldenrath die stärksten Gruppen mit jeweils über 150 Teilnehmern. Die Waldenrather Zugmaschine, ein Fendt 930 Vario (kostet soviel wie ein Eigenheim), war zumindest bei den Landwirten der Star im Aufzug. Bunt nicht nur das Bild, das die vielen Karnevalsfreunde rechts und links der Straßen boten.

Neben den Klassikern wie Cowboy, Indianer, Clown und Ritter, fanden sich bei den Zugteilnehmern wieder aufwendig und fantasievoll gebaute Wagen und herrliche Kostüme. Ganz vorne dabei die Paradiesvögel, Mickey Maus und Pumuckl – alle aus Stahe und Niederbusch. Die Arche Noah aus Birgden, die Glücksbären aus Kirchhoven, die Chinesen aus Braunsrath und die Superhelden aus Brachelen wurden ebenso gefeiert wie die Jäger aus Bocket, die Obst an die Schaulustigen verteilten.

Eine tolle Idee hatte auch die Feuerwehrgruppe aus Langbroich umgesetzt: Ihre Achterbahn erhielt immer wieder Beifall. Während am Abend zuvor in Hastenrath auffiel, dass Teilnehmer aus einigen der großen Gruppen stoisch wie die Lemminge hinter ihren Wagen hertrotteten, gab es in Langbroich immer wieder Formationen, die kleine Choreographien einstudiert hatten und dafür gefeiert wurden. Als dann der Langbroicher Prinz auch seine Runde gedreht hatte, traf man sich in der Bürgerhalle, wo zünftig gefeiert wurde.

Auf den Straßen zeigte sich dann, dass Popkorn als Wurfmaterial nicht mehr angenommen wird. Hunderte der kleinen Tüten lagen plattgefahren herum.

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