Die Kfz-Innung sucht dringend Auszubildende

Von: st
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Obermeister Michael Bähr (5.v.l.), Schulleiter Peter Pauli (4.v.l.), stellvertretender Obermeister Ingo Windeln (3.v.l) und Dr. Michael Vondenhoff, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (2.v.l) informierten über die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Foto: Udo Stüßer
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Faszinierter Blick in den Motorraum eines Oberklassenfahrzeuges: Die 375 PS bringen den Wagen auf 250 km/h.

Geilenkirchen. „Der Mechatroniker von heute badet nicht mehr in Öl, sondern in Wissen“, erklärte am Freitag Peter Pauli, Leiter der Geilenkirchener Realschule. Diese Aussage bestätigten Michael Bähr, Obermeister der Innung für das Kraftfahrzeuggewerbe Heinsberg, und sein Stellvertreter Ingo Windeln.

Sie waren mit einem 480 PS starken Aufleger und einem 375 PS starken Pkw der Oberklasse auf den Schulhof der Realschule gekommen und warben hier bei den Schülern der achten, neunten und zehnten Klassen für die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Gern gesehener Lehrling

„Ein guter Realschüler ist ein gern gesehener Lehrling“, sagte Stephan Prein. Der Realschullehrer hat auch die Funktion des Studien- und Berufsberaters an der Schule übernommen. Er übt mit seinen Schülern nicht nur das Verfassen eines Lebenslaufes und eines Bewerbungsschreibens, sondern informiert sie auch über Ausbildungsmöglichkeiten. „Ich motiviere sie, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen. Es muss nicht immer die weiterführende Schule sein. Denn viele Realschüler sind praxisorientiert, und manche gehen dann mit ihrem Realschulabschluss vollkommen unmotiviert zum Berufskolleg“, sagte er.

„Wenn es um die berufliche Zukunft von jungen Menschen und die Nachwuchssicherung des Kfz-Gewerbes im Kreis Heinsberg geht, arbeiten die Städtische Realschule Geilenkirchen und die Innung für das Kraftfahrzeuggewerbe eng zusammen“, weiß auch Dr. Michael Vondenhoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

„Wir wollen heute mit der Kreishandwerkerschaft unser Handwerk vorstellen und den jungen Leuten Tipps geben“, sagte Obermeister Michael Bähr. „Wir wollen sie aber auch auf die Möglichkeit hinweisen, Praktika in unseren Betrieben zu absolvieren und deutlich machen, dass nach der Ausbildung nicht Ende sein muss.“ Nach der Ausbildung zum Mechatroniker könne man eine weitere Ausbildung zum Techniker oder Meister machen, die dann auch zu einem Studium berechtige.

Auch der Weg in die Selbstständigkeit sei noch offen. Die 60 Auszubildenden im Kfz-Handwerk derzeit im Kreis Heinsberg seien viel zu wenig, meinte Vondenhoff, was auch Michael Bähr aus eigener Erfahrung bestätigte: In seinen beiden Betrieben in Geilenkirchen und Herzogenrath hat er derzeit 30 Auszubildende. „Ich müsste zehn mehr haben“, sagte er. Derweil machte Thomas Kämpken, Lehrer am Berufskolleg in Erkelenz, auf die Möglichkeit aufmerksam, eine Ausbildung zu absolvieren und gleichzeitig Abitur zu machen.

Sicherlich, so sind sich alle Beteiligten einig, wollten viele Schüler nicht gleich in eine Ausbildung starten, sondern das eine oder andere Jahr „abhängen“. „Aber der Beruf des Kfz-Mechatronikers wird auch immer anspruchsvoller“, sagte Michael Bähr. Und Ingo Windeln ergänzte: „In den Bereichen Mechanik und Elektronik sind die Anforderungen wesentlich höher geworden. Vernetztes Denken ist da erforderlich.“

Sicherheitstechnik

Beide machen auch auf die ständig fortschreitende Sicherheitstechnik in Pkw und Lkw aufmerksam, erinnerten an Fahrzeuge, die vor einem Hindernis automatisch bremsen, und an Pkw und Lkw, die in der Lage sind, selbstständig ohne Eingriff des Fahrers zu fahren. „Durch diese Sicherheitstechnik gibt es weniger Unfälle und weniger Verletzte“, sagte Windeln. „Dafür sind die Ansprüche an Mechaniker, die die Fahrzeuge warten, pflegen und betreuen, größer geworden“, sagte Bähr. Die Schüler der Realschule jedenfalls waren von der Technik fasziniert.

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