Übach-Palenberg - Die Gewohnheiten von Jugendlichen verändern sich

Die Gewohnheiten von Jugendlichen verändern sich

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Mittlerweile gehört der Bericht von Streetworker Alexander Zenker zu den festen Tagesordnungspunkten beim Jugend- und Sozialausschuss. Zeit also, bei der jüngsten Sitzung ein wenig auf Statistik und Zukunft einzugehen.

So stellte Zenker fest, dass sich die früheren Zentren für informelle Treffpunkte von jungen Menschen, Frelenberg und Boscheln, in dieser Form nicht mehr existieren.

„Es hat sich alles ein bisschen relativiert”, machte er klar. Trafen sich im Jahr 2006 etwa noch Gruppen von bis zu 30 Jugendlichen an bis zu sechs Treffpunkten in Frelenberg, seien weder die Gruppen noch die Treffpunkte heute mehr existent.

In Boscheln zeichne sich die gleiche Tendenz ab, so Zenker weiter. „Heute finden Treffen eher kurzzeitig an verschiedenen Stellen im gesamten Stadtgebiet statt”, bilanzierte er. Auch Treffen großer Gruppen seien seltener, die Zusammenkünfte bezeichnete Zenker zudem als „weitaus gezielter”, häufiger zu bestimmten Freizeitaktivitäten.

Kennenlernen steht obenan

„Vor allem das Kennenlernen anderer hat einen hohen Stellenwert”, weiß er. Deutlich spürbar sei auch, dass die jungen Menschen Konflikte mit Anwohnern eher vermieden und versuchen, so etwas ohne Komplikationen zu lösen. Negativ sei allerdings festzustellen, dass auch ein wenig Verdrängung der Jugendlichen stattgefunden habe. „Daher ist es aus pädagogischen Gründen wichtig, Plätze für junge Menschen zu haben”, schloss er.

Mit mehr Eigenständigkeit an solchen Plätzen sei auch die Pflege sozialer Kontakte verbunden. Mehr Identifikation mit dem eigenen Ort und ein gewisser Freiraum würden zusätzlich die Entwicklung der Jugendlichen fördern. Ein Weg zu einem neuen Treffpunkt in Boscheln könnte beispielsweise die „Schützenwiese” hinter der katholischen Pfarrkirche St. Fidelis sein.

In Sachen Graffiti vermeldete Zenker viele Gespräche. In Frelenberg führt dies zum Bau einer Mauer, an der sich die Maler austoben können. Ein klares „Nein” erntete er allerdings von der Bahn. Hier soll weder auf Bahngelände noch in unmittelbarer Nähe eine legale Sprayerwand entstehen.

Am Schulzentrum Comeniusstraße laufen die Gespräche hingegen noch. Hier soll, nach Wunsch einiger legaler Sprühfarbfans, eine zweite legale Mauer entstehen. Mitten im Bau ist auch das Städtische Bauwagenprojekt.

Der eigens angeschaffte Spezialbauwagen aus Sibirien wird derzeit mit der Inneneinrichtung versehen. Küche, Möbel und Heizung sollen bald fertig sein, dann folgt die Außengestaltung, damit dem Einsatz voraussichtlich ab dem Frühjahr nichts mehr im Wege steht.
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