Geilenkirchen-Kraudorf - Die erste Kaiserin in der Geschichte der St.-Antonius-Schützen

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Die erste Kaiserin in der Geschichte der St.-Antonius-Schützen

Von: Georg Schmitz
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Ihre erste Kaiserin Jessica Ja
Ihre erste Kaiserin Jessica Janssen in die Mitte nehmend, freuten sich die ausgezeichneten Schützenbrüder der Kraudorfer Jubiläumsbruderschaft und des Trommler- und Pfeiferkorps über die Ehrungen und einen schönen Festabend. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Kraudorf. Drei Tage lang stand die Pfarre Kraudorf ganz im Zeichen des Doppeljubiläums von zwei herausragenden Vereinen. 100 Jahre St.-Antonius-Schützenbruderschaft und 90 Jahre Trommler- und Pfeiferkorps galt es am Wochenende gemeinsam zu feiern.

Das Fest begann mit einer „Warm-up-Fete” im Zelt auf dem Sportplatz. Dort standen Party und Musik im Vordergrund. Einen fast sieben Kilometer langen und über zweistündigen Marsch durch die Ortschaften Nirm, Kraudorf, Hoven und Kogenbroich hatten sich die einen Tag später am Festzug teilnehmenden Vereine vorgenommen. Schützenbruderschaft sowie Trommler- und Pfeiferkorps konnten beim späteren Heimat- und Ehrenabend mit anschließendem Großen Zapfenstreich im Festzelt mit rund 300 Besuchern „voll Haus” vermelden.

Glaube - Sitte - Heimat

Brudermeister Andre Jaeger richtete eingangs einen herzlichen Willkommensgruß an die Gäste und ging noch einmal auf die Historie der St.-Antonius-Schützen ein.

Jaeger erinnerte an das Jahr 1912, als die Großväter und Urgroßväter getreu dem Leitsatz „Glaube - Sitte - Heimat” die Bruderschaft ins Leben gerufen hatten. Besonders stolz zeigte sich der Brudermeister über die amtierende Kaiserin Jessica Janssen, die als erste Kaiserin im 28 Bruderschaften starken Bezirksverband Geilenkirchen nun Geschichte schreibe. Der Schirmherr des Jubiläums, Dieter Wagels schaute auf die vergangenen 100 Jahre zurück, deren Beginn in den ersten vier Jahrzehnten durch Revolution, Kriege und politische Wirrungen geprägt war.

Seit nunmehr 60 Jahren lebten die Menschen in stabilen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Gleichwohl müsse man konstatieren, dass sich auch in diesen Jahrzehnten ein erheblicher Wandel in der Gesellschaft vollzogen habe. „Traditionelle Werte und Vorstellungen haben leider nicht mehr den Stellenwert, den sie zu Beginn der Bundesrepublik Deutschland hatten”, so Dieter Wagels.

Umso wichtiger sei es, dass eine Institution wie die Schützenbruderschaft den Menschen Zusammengehörigkeitsgefühl und Ethik vermittele und gute Traditionen fortführe. Doch der Wandel gehe auch nicht an solchen Gemeinschaften vorbei. Wagels: „Es ist die Aufgabe einer Bruderschaft, diesen Wandel in einer Form zu begleiten, die das Neue nicht negiert, sondern unter Berücksichtigung traditioneller Werte vollzieht.” Dies sei der Bruderschaft der Pfarre Kraudorf in eindrucksvoller Weise in ihrer 100-jährigen Geschichte gelungen. Auch Pfarrer Norbert Kaluza und Bürgermeister Thomas Fiedler gratulierten der Bruderschaft zu ihrem runden Jubiläum.

Soziale Verantwortung

Der stellvertretende Diözesanbundesmeister Herbert Knur überbrachte nicht nur die besten Glückwünsche, sondern aus Anlass des 100-Jährigen auch die Hochmeisterplakette des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

„Jungen Menschen christliche Werte zu vermitteln, sie so für soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu stärken, ist eine Aufgabe der Schützenbruderschaften”, ergriff Bezirksbundesmeister Josef Kouchen das Wort. „Die Jungschützen von heute sind die Schützen von morgen, die unser Erbe fortführen sollen”, so Kouchen weiter. Mit seinem Stellvertreter Thomas Zilgens zeichnete Kouchen langjährige und verdiente Schützenbrüder und Mitglieder des Trommler- und Pfeiferkorps der Pfarre Kraudorf aus, nachdem er die Jubiläumsgabe des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften überreicht hatte.

Nach einer Vorführung der Bezirksfahnenschwenkergruppe folgte mit dem Großen Zapfenstreich ein weiterer Höhepunkt. Nach dem Einmarsch der Ehrenkompanie und der Fackelträger verhalfen die Trommler- und Pfeiferkorps Schafhausen und Ütterath der Zeremonie zum Erfolg. Bevor es mit Alleinunterhalter Manfred weiterging, trafen sich Hubert Braun, Heinz-Josef Jansweidt und Heinz Nießen auf der Bühne, um die Besucher mit Anekdoten aus dem dörflichen Leben zu unterhalten.

Bruderschaft zeichnet verdiente Mitglieder aus

Folgende Frauen und Männer der Bruderschaft und des Trommlerkorps wurden mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet: Markus Braun, Willi Dahmen, Florian Heinrich, Uwe Jöris, Jürgen Koch, Burkhard Mudrack, Alwin Janssen, Irmhild Janssen und Kaiserin Jessica Janssen. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurden geehrt: Hans-Andre Jaeger, Dietmar Bernhardt, Günter Heinrich, Ludwig Braun, Hubert Braun, Hermann Josef Houben, Willi Kohnen, Heinz Kohnen, Werner Kollatz, Peter Schiffers, Manfred Singer, Toni Tichelbäcker und Tambourmajor Heinz Kohnen.


Für ihre 55-jährige

Treue zur St. Antonius Schützenbruderschaft Kraudorf wurden Josef Jaeger und Theo Straten mit einer der höchsten Auszeichnungen, dem Sebastianus Ehrenkreuz geehrt.

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