Die Erbschaft ohne Ärger regeln: Vortrag im Amtsgericht

Von: defi
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Bis auf das letzte Plätzchen war der große Gerichtssaal des Amtsgerichts Geilenkirchen beim Tag des Erbrechts besetzt. Amtsgerichtsdirektorin Corinna Waßmuth (links) begrüßte die Gäste. Foto: defi

Geilenkirchen. Zum Tag des Erbrechts hatte das Amtsgericht Geilenkirchen eingeladen. Da, wo sonst mehr oder weniger schwere Jungs und Mädels Platz nehmen, hatten Bürgerinnen und Bürger sich eingefunden, um sich umfassend darüber zu informieren, wie man sein Erbe regelt, um Ärger zu vermeiden.

Der Andrang war so groß, dass die Plätze im großen Verhandlungssaal kaum ausreichten. Das Gerichtspersonal bestuhlte jedes Eckchen, und so lauschten am Morgen 70 und am Nachmittag noch einmal 60 Personen den Vorträgen der Fachleute.

Amtsgerichtsdirektorin Corinna Waßmuth hieß die Besucher herzlich willkommen. Zur Intention dieses Informationstages meinte sie: „Wir wollen auf die Fragen und Fallstricke aufmerksam machen, die im Nachlassrecht auftauchen können.“

Nachdem das Gericht bereits an einer landesweit durchgeführten Veranstaltungsreihe zum Betreuungsrecht teilgenommen hatte, war der Wunsch an das Gericht herangetragen worden, auch einmal über das Erbrecht zu informieren.

Zweimal wurden die Vortragsblocks an diesem Tag angeboten, um der großen Nachfrage gerecht werden zu können. Corinna Waßmuth: „Die Probleme im Erbrecht sind sehr vielfältig.“ Jeder Fall sei anders.

Vielfältige Themenfelder

Die Vorträge trugen dazu bei, dass die Besucher ihren persönlichen Beratungsbedarf besser einschätzen konnten. Ein klassischer Fall, der immer wieder Probleme mit sich bringt, sind die Konstellationen in einer Patchworkfamilie. Ein weites Feld tut sich beim Pflichtteilrecht auf.

Ein kleiner Film stimmte die Besucher beim Tag des Erbrechts auf die Vorträge ein, der die sachgemäße Anfertigung eines Testaments thematisierte. Es gab Informationen über die gesetzliche Erfolge und das nicht unwesentliche Thema der Erbausschlagung. Erbscheinverfahren und die Testamentsvollstreckung waren dann ebenso Thema wie die Fragen „Was passiert mit meinem Haus?“ und „Aufteilen, aber wie?“.

Außerdem wurden die Aufgaben eines Nachlasspflegers und die steuerlichen Folgen eines Erbfalls erläutert. Corinna Waßmuth: „Erbrecht ist so individuell wie die Menschen.“

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