Die Bürgerliste will keine Blockadepolitik betreiben

Von: Udo Stüßer
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Er will keine persönlichen Angriffe auf den politischen Gegner: Helmut Gerads. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Gemeinsam für Geilenkirchen. Gemeinsam mit den Bürgern. Gemeinsam mit allen Parteien. Gemeinsam mit der Verwaltung: Mit dem Slogan „Gemeinsam für Geilenkirchen“ bestreitet die Geilenkirchener Bürgerliste ihren Wahlkampf.

„Schon nach dem Ende des Bündnisses haben wir die Zusammenarbeit mit allen Fraktionen gesucht. Blockadepolitik kam für uns nie in Frage. Gute Ideen haben wir immer unterstützt, egal von welcher Partei sie kamen“, erklärt Helmut Gerads, seit vier Jahren Vorsitzender der Geilenkirchener Bürgerliste. Auch im Wahlkampf sei die parteiunabhängige kommunalpolitische Vereinigung darauf bedacht, keinen persönlich anzugreifen.

„Denn letztendlich geht es darum, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen und Geilenkirchen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten voranzubringen.“ Allerdings gesteht Gerads auch: „Lediglich die Zusammenarbeit mit den Grünen gestaltet sich oft etwas schwierig, da deren Ideen meist etwas einseitig sind und wesentliche Aspekte nicht berücksichtigen.“ Mit den beiden großen Volksparteien CDU und SPD gebe es große Schnittmengen, zum Teil auch mit der FDP.

Fünf Sitze hat die Bürgerliste im Geilenkirchener Stadtrat. Dieses Ergebnis will sie am 25. Mai mindestens wiederholen. Das, so glaubt Gerads, kann die Partei erreichen, weil das Team einen Querschnitt der Bevölkerung widerspiegelt: von Jungwählern bis zu erfahrenen Senioren, von Arbeitern bis zu Akademikern. „Schließlich wollen wir die Interessen aller Geilenkirchener vertreten“, sagt der 47-jährige Technikermeister.

Fragt man den Vorsitzenden nach einem Wahlprogramm, stellt er klar fest: „Auch im Wahlkampf machen wir keine leeren Versprechungen, die wir aufgrund der Finanzsituation nicht halten können. Wir wollen die Ausgaben verantwortungsvoll und zielorientiert steuern.“

Wichtig ist der Bürgerliste, und damit unterscheidet sie sich sicherlich nicht von den im Rat vertretenen Parteien, die Unterstützung von Vereinen.

„Das trifft auf alle Vereine stadtweit zu und aktuell besonders auf die in Bauchem ansässigen, die vom Schwimmbadbrand betroffen sind“, versichert Gerads, der mit den Vereinen nach einer vernünftigen und finanzierbaren Lösung suchen will. „Letztendlich hängt der mögliche Umfang im Wesentlichen von der Versicherungsleistung und der Eigenbeteiligung ab.“

Ein Thema im Geilenkirchener Wahlkampf ist sicherlich die Schulpolitik. „Ich halte es für falsch, dass die Schulpolitik in den Wahlkampf einbezogen wurde“, meint der Bürgerlisten-Chef. Aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen müsse kurzfristig keine Entscheidung für oder gegen eine Schule getroffen werden. Derzeit wäre es ein Fehler, eine Schule ohne Not zu schließen, die später aufgrund der Verschiebung der Schülerzahlen benötigt werde. „Wir beobachten die Situation sorgfältig, um, falls notwendig, zusammen mit anderen Parteien eine langfristige gemeinsame Entscheidung zu treffen.“ Fest steht für die Bürgerliste auf jeden Fall: „Wir werden keine Sekundarschule unterstützen, die Eltern haben sich dagegen ausgesprochen. Und von der Gesamtschule abgewiesene Schüler können zur Realschule gehen. Die Realschule würde unter der Erweiterung einer Gesamtschule leiden.“

Für die Stadtentwicklung sei es wichtig, eine ausreichende Anzahl an verfügbaren Baugrundstücken bereitzuhalten. Die Bürgerliste werde ein Augenmerk darauf legen, dass auch zukünftig trotz schwieriger Rahmenbedingungen immer genügend Möglichkeiten für junge Familien bestehen, finanzierbare Baugrundstücke in der Kernstadt und den Ortsteilen zu erwerben.

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