Geilenkirchen/Aachen - Die Alemannia legt los: Saisoneröffnung in Geilenkirchen

Die Alemannia legt los: Saisoneröffnung in Geilenkirchen

Von: Markus Bienwald
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© : dmp / Sport; Fußball; Saison 2016/2017; Regionalliga West; Dritte Liga / TSV Alemannia Aachen gegen ; Samstag, 06. August 2016; Aachener Tivoli; Fans *** Achtung Bildredaktionen: Die Verwendung der Fotos für die gedruckten Ausgaben der Zeitungen und anderer Print-Medien ist ohne Einschränkungen möglich. Zudem erlaubt die DFL die Publikation und Weiterverwertung von maximal sechs Bildern pro Spiel im Internet. Erst zwei Stunden nach Spielende der jeweiligen Wettbewerbsspiele der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga ist eine Weiterverwertung im IPTV-Mobilfunk sowie durch sonstige neue Technologien erlaubt. ***
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Sie wollen vor allem die Fans ansprechen, bei der ersten Saisoneröffnung von Alemannia Aachen auf dem Gelände des Sportparks Loherhof in Geilenkirchen: Loherhof-Geschäftsführer und „Alemannia-Jeck“ Freddy Solty (l.) und Aachens Cheftrainer Fuat Kilic.

Geilenkirchen/Aachen. „Natürlich gehört so eine Saisoneröffnung eigentlich in den Tivoli“, sagt Freddy Solty. Doch in diesem Jahr, ergänzt der Geschäftsführer vom Sportpark Loherhof, ist das einfach nicht möglich. „Der Chio macht uns einen Strich durch die Rechnung, wir können das gesamte Gelände nicht nutzen“, so Cheftrainer Fuat Kilic.

Vor diesem Hintergrund haben die beiden eine für Geilenkirchen sehr schöne Idee entwickelt. „Wir feiern einfach im Sportpark Loherhof die Saisoneröffnung“, erklärt Freddy Solty. Platz sei genug da, selbst wenn vierstellige Fanzahlen am Sonntag, 16. Juli, auf das Gelände unweit des Geilenkirchener Stadtzentrums strömen sollten. „Und vielleicht setzen wir damit ja einen aus der Not geborenen Trend in Gang, die Saisoneröffnung in der Region zu feiern, da, wo die Alemannia ihre Fans hat“, so Solty weiter.

Ein Team zum Anfassen

Ein Testspiel, wie sonst auf dem Tivoli üblich, wird es natürlich nicht geben. „Dafür gibt es ein Team zum Anfassen“, verspricht Fuat Kilic. So wird sich der derzeit jüngste Kader in der Regionalliga den Alemannia-Anhängern vorstellen. „Nicht nur bei einer Autogrammstunde“, kündigt der Trainer an, sondern auch bei Aktionen wie beispielsweise dem Schuss aufs echte Tor mit dem echten Torwart zwischen den Pfosten und bei verschiedenen Spielen, die den Tag zu einem Fest für die ganze Familie machen sollen.

Neben dem notwendigen Ausweichen vom Stammsitz an der Krefelder Straße hin nach Geilenkirchen, gibt es aber noch weitere gute Gründe für den Sportpark Loherhof als Veranstaltungsort. „Wir haben ohnehin in den letzten Jahren hier immer das Angrillen für die Businessgäste der Alemannia veranstaltet“, so Freddy Solty, der sich selbst als „Alemannia-Jeck“ bezeichnet.

Diese Veranstaltung war aber so etwas wie eine geschlossene Gesellschaft, die Fans, die jeden Verein überhaupt erst zu dem machen, was er ist, kamen da nicht zum Zuge. „Das wollten wir ändern“, so Solty weiter. Es sollte, so sagt es die Pressemitteilung der Alemannia, „die Verbundenheit zwischen Alemannia Aachen und ihren vielen Fans in der Euregio gestärkt werden“.

Solty ist es auch wichtig, einmal zu zeigen, dass die Alemannia sich neu aufgestellt hat und sich bewusst ist, dass es die Fans sind, die sie tragen.

Schließlich erscheinen die zu den Heimspielen und machen durch ihren Besuch und ihr Fan-Sein den Spielbetrieb selbst in Zeiten einer zweiten Insolvenz in kurzer Zeit möglich, wenngleich der Etat, mit dem das Team und das ganze „Drumherum“ finanziert werden muss, eingekürzt werden musste. Von rund 700.000 Euro ist da die Rede, und wenn man die Anteile der Berufsgenossenschaften mit einrechnet, kommt der Gesamtetat auf eine runde Million.

„Als langjährige Partner und Sponsoren wollen wir natürlich ein wenig mehr generieren, darum freuen wir uns, dass wir die Saisoneröffnung hier feiern können“, erläutert Freddy Solty. Denn bei freiem Eintritt werden den hoffentlich vielen Besuchern fanfreundliche Preise für die vielfältigen Verpflegungsmöglichkeiten bei diesem Fanfest geboten. „Wir selbst investieren das Material und die Arbeitskraft von 20 bis 30 Leuten, jeder Cent, der übrig bleibt, kommt dem sportlichen Betrieb der Mannschaft zugute“, sagt Solty zu.

Für Fuat Kilic, der sich in dieser Saison einen soliden Mittelfeldplatz und das Wachsen der jungen Mannschaft wünscht, ist das ein ganz entscheidender Punkt. „Wenn wir im nächsten Sommer dastehen sollten und den Etat wieder runterschrauben müssen, dann fahren wir das Ding unter Umständen vor die Wand“, sagt er. Klare Worte findet er auch für die Unterstützer, die der Alemannia weiterhin die Stange halten.

„Wir brauchen die Unterstützung, wir brauchen die Fans“, sagt er. In Sachen Kader stehen noch ein Innenverteidiger und ein linker Außenverteidiger auf seiner Wunschliste, damit sein Team, das er als jung, ambitioniert und hungrig bezeichnet, auf allen Posten schlagkräftig ist. Um dies noch zu schultern, kann der eine oder andere Euro sicherlich nicht schaden, insofern wünscht sich Freddy Solty viel Besuch bei der ersten Saisoneröffnung der Alemannia außerhalb des Tivoli.

Und auch wenn ein Testspiel beim geplanten Familiensonntag dann nicht ansteht, verspricht Solty doch ein paar sportliche Stunden.

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